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Security

iPhone "spürt" Eingaben auf PC-Tastatur

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Keine Erschütterung der Macht, aber eine Erschütterung des Tischs nutzt eine von Forschern entwickelte Methode, um mit dem iPhone die Eingaben auf der PC-Tastatur mitzulesen. Ein Team der US-Uni Georgia Tech und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wertete die von den Beschleunigungssensoren des iPhone 4 gelieferten Daten aus, das neben einer PC-Tastatur lag.

Beim Drücken den Tasten entstehen Vibrationen, die sich mit den Sensoren auswerten lassen. Dabei werteten die Forscher jedoch nicht einzelne Tastendrücke aus, sondern Kombinationen aufeinander folgender Drücke. Damit soll sich zumindest die ungefähre Postion auf der Tastatur und der Abstand der Tasten untereinander ermitteln lassen. Bei der eigentlichen Ermittlung des eingetippten Wortes half dann eine Liste mit 58.000 Wörter und den dazugehörigen möglichen Kombinationen von Eingabeorten auf der Tastatur. Die Erkennungsrate soll bei 80 Prozent liegen.

Angreifer könnten die Methode nutzen, um über eine präparierte App iPhone-Nutzer beim Arbeiten am PC auszuspähen. Nach Meinung der Forscher müsse man aber noch keine Angst vor praktischen Angriffen haben. Zudem helfe es, das iPhone weiter von der Tastatur wegzulegen oder es in eine Hülle zu schieben. Dann seien die Daten kaum noch auswertbar.

Im August demonstrierten Forscher, wie man über die Bildschirmtastatur getätigte Eingaben mit Hilfe des Beschleunigungssensors bei Smartphones aufzeichnen kann. Es gelang, die durch das Antippen einzelner Zifferntasten verursachte Beschleunigung den jeweiligen Tasten zuzuordnen. Da Apps für das Abfragen einzelner Sensoren etwa unter Android keine besonderen Rechte brauchen, könnte eine Spionage-App alle Eingaben des Besitzers überwachen. (dab)