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Security

l+f: Bot-Armee soll Microsoft-Support-Scammer totquatschen

"Ein Betrüger hat Sie angerufen? Geben Sie mir einfach die Nummer – ich kümmere mich darum."

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Der Programmierer Roger Anderson hat Microsoft-Support-Scammern den Kampf angesagt: Mit einer telefonierenden Bot-Armee setzt er eigenen Angaben zufolge bereits Fake-Hotlines schachmatt: Eine Nummer soll nach 300 Anrufen seiner Bots nicht mehr erreichbar gewesen sein.

Bei diesen Betrugsanrufen wollen die Betrüger Opfer davon überzeugen, dass ihr Windows-Computer etwa mit einem Trojaner infiziert ist und eine Überprüfung nötig ist. Dafür muss das Opfer eine Fernwartungssoftware installieren. Lässt sich ein Opfer darauf ein, kapern die Betrüger den Computer. Diese Masche gibt es schon seit Jahren und sie wird auch heute noch im großen Stil praktiziert.

Auf seiner Webseite ruft Anderson Opfer dazu auf, ihm Telefonnummern von Support-Scammern zukommen zu lassen, damit er sie mit Massen-Anrufen lahmlegen kann. Seine Bots versuchen die Betrüger unter anderem mit Phrasen wie "Hallo?", "Hmmmm …", "Können Sie das bitte wiederholen?" so lange wie möglich hinzuhalten, um die Leitung zu blockieren und zu überlasten.

In einem Gespräch verwickelt ein Bot den vermeintlichen Support-Mitarbeiter fast fünf Minuten lang in eine Nonsens-Unterhaltung über flackernde Kerzen und sein Horoskop. Einige der Bot-Gespräche kann man auf der Webseite von Anderson anhören.

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(des)