lost+found: Gehirn-Hack, iMetasploit, Virenbug, Messerfrust

Heute mit: Forscher hacken Hirn, iPhones hacken Rechner, Malware mit peinlichem Bug, Microsoft entdeckt echten Virus, Skript entdeckt Merkhilfen, Messer mit ablaufendem Zertifikat.

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Hackerangriff auf das Gehirn: Forscher haben mit einem preiswerten Gehirn-Computer-Interface, das eigentlich zum Steuern von Spielen gedacht ist, vertrauliche Daten wie den Geburtsort, das Geburtsdatum, die Hausbank und sogar die PIN der Debitkarte aus den Gehirnen ihrer Testpersonen extrahiert.

Penetration-Tester mit Stil installieren Metasploit unter iOS – Jailbreak vorausgesetzt.

Entgegen erster Vermutungen ist der zerstörerische Shamoon-Schädling wohl doch nicht mit dem aus dem Dunstkreis von Flame stammenden Lösch-Trojaner Wiper verwandt. Kaspersky Lab entdeckte einen peinlichen Programmierfehler bei der Datumsbestimmung, den sie dem hochprofessionellen Flame-Entwicklerteam nicht zutrauen.

Microsoft hat einen in der heutigen Zeit seltenen Fund gemacht: einen echten Virus – also einen Schädling, der Dateien auf dem Rechner infiziert. Warum er das tut, ist allerdings unklar; der Floxif getaufte Schädling hat es ausschließlich auf DLLs abgesehen.

Dass man Passwort-Hinweise von Windows-Nutzern mit einem Skript aus der Registry extrahieren kann, ist zwar interessant, aber keine neue Sicherheitslücke – schließlich zeigt Windows diese Hinweise ohnehin freiwillig jedem an, der auf den Rechner zugreifen kann.

Victorinox, der Hersteller des traditionellen Schweizer Taschenmessers, beendet seinen Ausflug in die Hightech-Welt vorerst und will keine Messer mit verschlüsseltem USB-Speichermodul mehr anbieten. Auch die Software für die bisherigen Modelle wird nicht mehr gepflegt, was Bestandskunden schon am 15. September zu spüren bekommen werden: An diesem Tag läuft das VeriSign-Zertifikat für das Programm secure.exe ab, das man zum Zugriff auf den geschützten Speicherbereich der Taschenmesser benötigt. Der Hersteller mit dem Unternehmensslogan "Companion for life" rät seinen Kunden, die dort gespeicherten Daten rechtzeitig anderswo zu sichern. Wer damit unzufrieden ist, bekommt sein Geld zurück. (rei)