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Security

pEp: Erste Anwendungen von "Pretty Easy Privacy" für Windows und Android

Mit p=p für Outlook und p=p für Androids K9-Mailer startet das p=p-Projekt sein Angebot an Verschlüsselungslösungen. Ziel ist es, irgendwann alle digitale Kommunikation abzusichern - und das mit einer einfachen, anwenderfreundlichen Lösung.

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Verschlüsselung, Messenger, Smartphone

p=p (pEp, Pretty Easy Privacy) möchte alle geschriebene und digitale Kommunikation absichern und für Anwender eine einfache, benutzerfreundliche und durchgehende Verschlüsselung anbieten. Die ersten Produkte der Schweizer Firma p=p Security, hinter der eine Luxemburger Stiftung steht, sind mit p=p für Outlook und p=p für Androids K9 nunmehr freigegeben worden. Für beide Produkte veröffentlichte das Projekt den Source-Code. Damit startet zudem ein Code-Audit durch die Firma Sektion Eins.

Zum Start der ersten p=p-Produkte informiert ein White Paper über den ambitionierten Anspruch des Projekts und über das Zusammenspiel von Firma und Stiftung. Man möchte den "Aufbruch der Menschheit in das digitale Zeitalter" mit Software begleiten, die den Schutz der Privatsphäre ohne jede Kompromisse sichert, sich an Standards wie OpenPGP hält und Open Source als Prinzip hochhält.

Dementsprechend ist mit dem Start der Outlook- und der Android/K9-Unterstützung durch p=p Security der Source Code für Outlook samt Adapter und Engine sowie der Code für Android K9 von der Stiftung zur allgemeinen Begutachtung freigegeben.

Zum Start wird p=p für Outlook im extra eingerichteten Shop von Digitalcourage für 19,99 US-Dollar angeboten, später sollen 25 Dollar fällig werden. Der Preis ist für eine einjährige Subskription fortlaufender p=p-Lieferungen gedacht. p=p für Android ist ein Fork des K9-Mailers (der seit 2013 PGP unterstützt) und steht über Google Play zur Verfügung.

[Update 04.07.2016 16:12]:

Im Text ist von einer Schweizer Firma und einer Luxemburger Stiftung die Rede. Tatsächlich gibt es zwei Firmen, eine pEp Security AG in der Schweiz und eine pEp Security SA in Luxemburg. Die pEp Foundation ist wiederum eine Schweizer Stiftung. Ihr gehören die p=p-Engine und die Adapter, die einem Code-Audit unterworfen werden. Die Apps und zukünftigen Add-Ons gehören samt Quellcode den jeweiligen pEp-Firmen. Das Konstrukt wurde gewählt, damit die Stiftung eine unabhängige Lizenz-Strategie verfolgen und p=p auch in proprietären Produkten genutzt werden kann. (Detlef Borchers) / (jk)