c't Fotografie 2/2017
S. 44
Kameratest
Kameratest Olympus OM-D E-M1 Mark II
Aufmacherbild

Kleine Sprinterin mit Profi-Ambitionen

Test: Olympus OM-D E-M1 Mark II

Micro-Four-Thirds mit Profi-Ambitionen: Die Olympus OM D E-M1 Mark II protzt mit üppiger Ausstattung und Geschwindigkeit. Wir haben uns die Spiegellose mit neuem 20-Megapixel-Sensor genauer angeschaut und ihre Bildleistung unter anderem mit der der Vorgängerin verglichen.

Bullig steht sie da, in ihrer Größe einer APS-C-Spiegellosen in nichts nachstehend: Die Olympus OM-D E-M1 Mark II sagt: „Leg dich nicht mit mir an. Ich bin ein mächtiges Werkzeug.“ Micro-Four-Thirds will raus aus der Amateurecke.

Tatsächlich hat der Hersteller seine E-M1-Linie dafür umfassend überarbeitet. Da ist zum einen der neue 20-Megapixel-Sensor der Micro-Four-Thirds-Kamera, der für eine bessere Bildqualität bei hohen ISO-Empfindlichkeiten sorgen soll. Ihm springt der TriePic-VIII-Bildprozessor mit Doppel-Quad-Core zur Seite, unter anderem für die nötige Autofokusgeschwindigkeit. Auf Geschwindigkeit legt Olympus den Schwerpunkt seiner Spitzenspiegellosen – die technischen Daten dürften selbst so mancher schnellen Profi-Spiegelreflexkamera Angst einjagen: So schafft die E-M1 Mark II eine Serienbildrate von 18 Bildern pro Sekunde mit Belichtungs- und Autofokustracking bei voller Auflösung. In unseren Tests zeigte sich der Autofokus auch bei äußerst schnellen Motiven wie Raubvögeln sehr treffsicher. Mit Raw und JPEG schaffte sie die hohe Serienbildrate in unserem Test für etwa 50 Bilder in Reihe. Der neue Lithium-Ionen-Akku BLH-1 mit einer Kapazität von 1720 mAh soll nun außerdem dafür sorgen, dass die Kamera länger durchhält. Umsteiger können damit zwar ihre alten Akkus nicht weiternutzen, dafür erhöht sich das Aufnahmepotenzial der Kamera laut Olympus von 350 auf 440 Aufnahmen mit einer Akkuladung. Außerdem schluckt die neue OM-D nun zwei SD-Karten auf einmal. Kartenfach 1 ist dabei UHS-II-kompatibel, was der hohen Serienbildrate sowie den aufgebohrten Videofähigkeiten der Kamera zugutekommt. Anders als ihre Vorgängerin filmt die Neue nun auch in 4K-Auflösung mit bis zu 4096 × 2160 Pixeln bei 24 Bildern pro Sekunde.

Handhabung