c't Digitale Fotografie 3/2017
S. 130
Raw mit dem Smartphone
Aufmacherbild

Raw-Fotografie mit dem Smartphone

Smartphone-Kameras werden zunehmend leistungsfähiger und bieten Merkmale, die sie auch für anspruchsvolle Fotografen interessant macht. Eines davon ist die Möglichkeit, Fotos im Raw-Format aufzunehmen. Wir haben getestet, ob und wann das sinnvoll ist.

Wer ambitioniert oder gar professionell mit einer hochwertigen Kamera-Ausrüstung fotografiert, verwendet ganz selbstverständlich das Raw-Format statt JPEG. Was für die „dicken“ Kameras gilt, ist auch mit vielen aktuellen Smartphones möglich. Auch wenn die Winzlings-Bildsensoren nicht mit denen einer ausgewachsenen DSLR-Kamera mithalten können, gelten selbstverständlich für Smartphone-Kameras die gleichen Vorteile, die das Raw-Format bietet. Dazu zählen eine optimale Ausnutzung des Dynamikumfangs, eine verlustfreie Korrektur der Farbtemperatur und in gewissen Grenzen die verlustfreie Korrektur der Belichtung.

Aber kein Vorteil ohne Nachteil: Damit Sie das Maximum an Bildqualität aus der Kamera Ihres Smartphones herausholen können, benötigen Sie deutlich mehr Speicherplatz. Außerdem ist das Raw-Bild nicht wie ein JPEG-Bild fix und fertig zur sofortigen Verwendung. Zunächst müssen Sie das Raw-Bild in der „digitalen Dunkelkammer“ selbst entwickeln. Aber auch das gelingt sogar mit einem Smartphone schon sehr gut, zudem können Sie selbstverständlich die Raw-Bilder zum PC übertragen und dort mit den Werkzeugen Ihrer Wahl wie gewohnt bearbeiten.

Die Voraussetzungen