c't Digitale Fotografie 2/2018
S. 72
Ratgeber und Test Stativköpfe
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Test

Stativköpfe für jede Anwendung der richtige

Das richtige Stativ für sich zu finden ist schon nicht einfach, noch schwerer sieht das mit dem passenden Stativkopf aus. Neben Preis und Gewicht spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Was es alles gibt und für welche Anwendung welcher Kopf am besten passt, klären wir in diesem Beitrag.

Zwischen Stativ und Kamera gehört stets ein Stativkopf. Je nach Typ eignet er sich etwa für Produktaufnahmen im Studio, Panoramen, Makros, zum Verfolgen bei Sport- oder Tieraufnahmen oder auch für Schwenks, wenn mal gefilmt werden soll. In jedem Fall soll der Stativkopf helfen, ein scharfes Motiv auf die Speicherkarte zu bringen. Besonders lange Brennweiten fordern die Stabilität der Mechanik, wenn selbst minimale Bewegungen der Kamera zu einem verschobenen oder unscharfen Bildausschnitt führen können. Mit einem Stativ bekommen Fotografen scharfe Bilder auch bei längeren Belichtungszeiten. Zudem können Sie die Kamera damit exakter aufs Motiv ausrichten als freihändig.

Die verschiedenen Stativkopftypen

Der verbreitete Kugelkopf deckt, abhängig von seiner Ausstattung, tatsächlich die meisten Szenarien gut ab. Trotzdem ist der weniger verbreitete Neiger oftmals noch vielseitiger einsetzbar. Daneben gibt es allerdings auch verschiedene Spezialsysteme. Getriebeneiger beispielsweise können in jeder Achse sehr exakt ausgerichtet werden. Sie empfehlen sich vor allem für die Architektur- und Landschafts-, aber auch Reprofotografie. Spezielle Panoramaköpfe kommen eigentlich nur bei mehrreihigen oder Kugel-Panoramen zum Einsatz. Professionelle Sport- und Tierfotografen, wie man sie häufig bei Sportveranstaltungen beobachten kann, verwenden wiederum gerne Kardanköpfe. Sie gleichen das Gewicht großer Teleobjektive besser aus, indem man nicht die Kamera anschraubt, sondern das Objektiv an seiner Stativhalterung.