c't Digitale Fotografie 6/2018
S. 120
Sofortbilder im Qualitätsvergleich
Aufmacherbild

Sofortbilder im Vergleich - Fujifilm vs. Polaroid Originals

Sofortbilder stehen für Spaß, eine fröhliche Zeit mit Freunden und schöne Erinnerungen. Nur zwei Hersteller produzieren die kleinen Chemiebildchen, Polaroid Originals und Fujifilm. Wir haben uns angesehen, wie sich das Filmmaterial verhält und für welche Aufnahmen es sich eignet.

Sofortbildkameras sind einfach zu bedienen und werfen die Aufnahme unmittelbar nach dem Belichten aus. Wie von Zauberhand entsteht in wenigen Minuten das Bild. Es muss nicht mehr vergrößert oder ausgedruckt werden. Wie geht das?

Das Sofortbild ist ein dünnes Sandwich aus mehreren Schichten und kleinen Kammern, die eine fotochemische Paste enthalten. Nach dem Belichten pressen zwei Druckrollen in der Kamera die Paste gleichmäßig zwischen das Negativ und die Folie, die zum Positiv wird. Ein dünner Rahmen hält alles zusammen und verhindert, dass die Chemikalien seitlich auslaufen. Dieser komplexe Aufbau integriert in jedes Blatt des Aufnahmematerials die nötige Fotochemie, um sich selbst zu entwickeln.

Vorgestellt wurde das Verfahren 1947 von Edwin Land, dem Gründer der Polaroid Corporation. Im November 1948 erschien die erste Serienkamera auf dem Markt und in den Folgejahren verbesserten Land und sein Forscherteam sowohl das Aufnahmematerial als auch die Kameras. Das Polaroid-System wurde ein voller Erfolg und setzte sich in verschiedenen Bereichen durch: Passbildfotografie, Wissenschaft und Forschung sowie Freizeitfotografie. Professionelle Fotografen nutzten es zur Kontrolle der Belichtungseinstellungen und der Bildkomposition. Künstler entdeckten das Medium für sich und arbeiten seitdem mit verschiedenen Verfremdungsmöglichkeiten.