c't Digitale Fotografie 1/2019
S. 16
Winter fotografieren
Aufmacherbild

Winter emotional fotografieren

Der Winter strahlt und leuchtet und lädt uns Fotografen ein, herrlichste Lichtmomente auf den Sensor zu bannen. Vorbereitung ist dabei alles – und nichts. Kommen Sie mit auf meine inspirierende Fototour durch das herrliche Winterland.

Das Verborgene ans Licht holen, Emotionen sichtbar machen und seltene Lichtmomente entdecken: Das ist mein Ansatz als Fotograf. Und dafür bedarf es speziell im Winter mit seinen frostigen Temperaturen und dem knappen Licht einer genauen Planung. Schon bevor ich mit der Kamera losgehe, habe ich eine konkrete Vorstellung davon, welche Bilder ich von einem Aufnahmeort mitbringen will. Aber das sind flexible Erwartungen, die auf einem gewissen Gespür basieren auf Erfahrung.

Dazu kommen harte Fakten, die ich vorher recherchiere: Uhrzeit und vorherrschendes Wetter bestimmen das zur Verfügung stehende Tageslicht. Plane ich eine Fotosession zum Sonnenaufgang, muss ich sehr früh aus den Federn kommen. Reise ich mit dem Auto an, benötige ich vor Ort einen Parkplatz. Wenn der Schnee noch nicht weggeräumt wurde, ist das keine einfache Sache. Einen Parkplatz zu finden, gehört dann unbedingt in die Zeitplanung. Aus dieser Bestandsaufnahme ergibt sich meine Aufnahmeliste für das Wintershooting.

Wenn möglich, besuche ich Foto-Locations öfter. So sehe ich die gleichen Wintermotive bei unterschiedlichem Licht und Wetter sowie zu verschiedenen Tageszeiten. Ich erforsche die verschiedenen Blickwinkel, suche nach interessanten Linien, Schatten und Verläufen. Macht man das regelmäßig, baut man eine Art „Foto-Beziehung“ zu seinen Motiven auf und daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen und sich nicht zu wiederholen.