c't Digitale Fotografie 1/2019
S. 6
Leserforum

LESERFORUM

Tipps zum Thema Fotografieren im Wald

Getarnt fotografieren, c’t Fotografie 6/18, S.144

Noch ein Wort zum Thema Jäger: Wie alle Menschen lassen die meisten mit sich reden, wenn man sie nur kontaktiert und ihnen sein Anliegen vorträgt. Viele unterstützen Fotografen, weil es ihnen lieber ist, sie zeigen selbst die richtigen Stellen, als wenn man sich im Wald ungeschickt bewegt und unwissentlich das Wild vergrämt. Die Jäger wissen, wo man wann ansitzt, wo man es besser sein lässt und vor allem, über welche versteckten Pfade man sich den Hochsitzen nähern muss. Der Wald hat tausend Augen. Bis sich ein Unkundiger dem Hochsitz auch nur genähert hat, dürfte er von Fuchs und Reh schon lange entdeckt sein. Und wundert sich, wenn keiner vorbeischaut.

Ein Tipp: Jedes Klappern und Knacken vermeiden (auch Reiben an der Kleidung); und es auf keinen Fall zu metallischen Geräuschen (Ansetzen des Objektivs, irgendwo anschlagen, Probeauslösungen) kommen lassen. Das sind unnatürliche Geräusche, da wird jeder wildlebende Vierbeiner misstrauisch. Und Wildtiere hören und sehen verdammt gut!

Wie findet man nun den Jäger? Zuständig ist die Untere Jagdbehörde, meist beim Landratsamt oder bei der Bezirksverwaltung angesiedelt. Die geben auch Auskunft, wenn man anruft und sein Anliegen schildert. Ersatzweise den Hegeringleiter ansprechen. Den findet man unter den Jagdverbänden im Netz. Also: Googeln, anrufen (nicht mailen), sprechen – und dann fotografieren.

Bernhard Pfendtner

DSGVO für Fotografen

„Kein Mensch zu sehen“, c’t Fotografie 6/18, S. 19

Ich kann die Rechtsprechung bezgl. §45 StVG nicht nachvollziehen.

Eine Auskunft aus dem Melderegister ist anhand eines Kfz-Kennzeichens nicht möglich (ich habe heute bei meiner Gemeindeverwaltung angerufen). Für eine Auskunft ist ein Name erforderlich. Den Namen eines Kfz-Halters bekomme ich als „Normalsterblicher“ nur über die Polizei bzw. eine Anzeige. Einfach so gibt die Polizei keine Auskunft, nur bei berechtigtem Interesse, sprich einer Anzeige.

Insofern ist der Fahrzeughalter in Normalfall nicht identifizierbar für jeden, sei es bei einem Foto oder bei einer Aufzeichnung per Dashcam.

Der Bezug zu einer bestimmten oder bestimmbaren Person ist anhand eines KfZ-Kennzeichens daher im Normalfall nur für Behörden möglich, und bei berechtigtem Interesse (z. B. Anzeige wg. OWi, Straftat etc.) – und genau das ist ja der Sinn eines Kfz-Kennzeichens.

Thomas Kelly

Bei KFZ-Kennzeichen handelt es sich unstreitig um personenbezogene Daten. Wie im Artikel erwähnt, ergibt sich dies auch unmittelbar aus dem Straßenverkehrsgesetz. Hier heißt es in § 45 S. 2 StVG: „Zu den Daten, die einen Bezug zu einer bestimmten oder bestimmbaren Person ermöglichen, gehören auch das Kennzeichen eines Fahrzeugs, die Fahrzeug-Identifizierungsnummer und die Fahrzeugbriefnummer.“ Für den Personenbezug genügt es, dass eine Person (auch indirekt) anhand zusätzlicher Informationen identifiziert werden kann. Aus dem gleichen Grund gelten auch IP-Adressen als personenbezogen. Hier benötigt man sogar zunächst einen Gerichtsbeschluss, um beim Provider des Anschlussinhabers eine Auskunft zu bekommen. Nicolas Maekeler (Autor)

Grafikkarten für Photoshop und Lightroom

Oft findet man zum Beispiel in c’t-Tests von Grafikkarten – aber stets aus der Perspektive von Gamern. Könnten Sie nicht einmal analysieren, was welche Grafikkarte nützt / leistet bei Lightroom, Photoshop und evtl. im Videoschnitt?

Ich selbst brauche täglich Lightroom und bin frustriert von diversen Radeon-Karten. Der Fehler ist offenbar seit Jahren bekannt: Wenn die GPU-Unterstützung eingeschaltet ist, dann erhält man nach mehrmaligem Umschalten vom Develop- zum Library-Modul plötzlich einen Black-Screen … bei mir sowohl bei Radeon Pro WX 4100 als auch bei R9 270 – also von Adobe empfohlene Karten!

Ueli Frey

Sie haben Recht, das ist ein interessantes Thema und wird immer wieder viel diskutiert. In c't Fotografie 2/2013 hatten wir einen ausführlichen Beitrag dazu und auch in der c't 6/2015 wurde das Thema untersucht. Das Problem ist, dass Bildbearbeitungs-, Bildverarbeitungs- und Bildverwaltungsprogramme wie Photoshop oder Lightroom nach wie vor nur bei wenigen Funktionen (meist beim Rendering oder bei Filterfunktionen) mehrprozessorfähig sind oder mit GPU-Unterstützung arbeiten. Daher war die Quintessenz für Bildbearbeiter: ein schneller Prozessor ja, mit zumindest einem sehr schnellen Kern, Grafikkarte ja, aber es muss nicht die schnellste sein (80 Euro reichen), viel Speicher ja, mindestens 8 GByte, eher 16 GByte oder noch mehr. Und ganz wichtig: eine schnelle SSD. Das ist heute alles kein Hexenwerk und in vertretbarem finanziellen Rahmen erhältlich. Aus meiner Sicht wird eher viel zu häufig beim Display gespart. (pen)

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