c't Digitale Fotografie 3/2019
S. 144
Ebenentechnik in der Bildbearbeitung
Aufmacherbild

Mächtiges Werkzeug: Photoshop-Ebenen beherrschen

Die Ebenen-Funktionen zählen zu den mächtigsten Werkzeugen in Photoshop. Sie erlauben eine verlustfreie Bildbearbeitung und ermöglichen feine Korrekturen, Retuschen und Montagen. Auf den folgenden Seiten lernen Sie die Grundlagen zum Thema Ebenen – von den Einsatzbereichen bis zur kleinsten Detaileinstellung.

Ebenen sind das zentrale Element in Photoshop, denn sie bieten schier unendliche Bearbeitungsmöglichkeiten – von exakten Korrekturen bis hin zu umfangreichen Bildmanipulationen. Sie ermöglichen es zudem, pixelbasierte Bilder verlustfrei zu bearbeiten. Denn korrigieren Sie ein Foto ohne Ebenentechnik, dann speichert Photoshop diese Änderungen sofort direkt und endgültig in die Bilddatei. Eine Ausnahme ist eine Raw-Entwicklung, bei der die Änderungen erst bei dem Export des Fotos wirksam werden.

Damit die ursprüngliche Bilddatei trotz Änderung erhalten bleibt, lässt sich mit der Ebenentechnik das Bild in einer oder mehreren Ebenen über das Originalbild schichten. Dabei können Sie Korrekturen in den sogenannten Einstellungsebenen übereinander lagern und für Montagen unterschiedliche Bildteile auf Ebenen verteilen. In einer Art Sandwichprinzip ergibt sich daraus das Gesamtergebnis des Bildes. Jede separate Ebene kann ein- und ausgeblendet oder in der Deckkraft und damit in ihrer Wirkung verändert werden. Zudem lassen sich über Ebenenmasken Bildbereiche ausblenden. Alle Ebenenvarianten bieten die Möglichkeit, mit einer Maske die Wirkung der Korrektur einzuschränken. Schwarze Bereiche auf der Maske decken die Korrektur ab, weiße Bereiche lassen die volle Wirkung der Korrektur durch. Dazwischen sind Graustufen möglich, die die Korrektur entsprechend abstufen. Bei einer 8-Bit-Datei sind es 256 Stufen von Weiß bis Schwarz. Für die Bildbearbeitung sind drei wesentliche Formen von Ebenen wichtig:

Pixelebenen oder Bildebenen können Bildpixel, aber auch transparente Bereiche enthalten. Je nach Farbmodus der Bilddatei sind diese Pixel entweder im RGB-, CMYK-, LAB- oder Graustufen-Modus gespeichert. Aus der entsprechenden Anzahl der Kanäle – drei im RGB- oder vier im CMYK-Modus – und aus der Farbtiefe ergibt sich eine hohe Zahl von Varianten in Farbe und Helligkeit. Für ein 8-Bit-Bild (2⁸ = 256) im RGB-Modus sind das 256 × 256 × 256 = 16.777.216 verschiedene Farbschattierungen für einen Bildpunkt.