c't Digitale Fotografie 5/2019
S. 10
Spotlight

SPOTLIGHT

AUS DER KUNST- UND KULTURSZENE

Bei einer Auktion wird die Millionen-Euro-Grenze für eine analoge Kamera geknackt. Und eine russische Fotoapp sorgt für Sorgenfalten bei Sicherheitsforschern und Datenschützern.

Leica für 1 Millionen Euro

Macht es Sinn, in historische Kameras zu investieren? Eher nicht, denn die alten Schätzchen verlieren in den meisten Fällen an Wert. Es gibt aber auch Ausnahmen. Einige dieser Kameras kamen Anfang Juni in Wetzlar bei der Leitz Photographica Auction unter den Hammer. Am teuersten war eine Leica MP-2 für 1.020.000 Euro. Es ist die erste M-Kamera mit elektrischem Motorantrieb, hergestellt wurde sie Ende der 1950er-Jahre. Weiterer Höhepunkt der Auktion: Für eine Leica 250 Reporter GG mit Leica Motor Mooev zahlte ein Bieter 456.000 Euro. Sie gilt als eine der seltensten Leicas, es sollen nur geschätzte fünfzehn Exemplare davon erhalten sein. Die meisten davon gingen in den Wirren des zweiten Weltkrieges verloren. (sea)

Mit Abstand am teuersten versteigert: Eine Leica MP2. Bild: Leitz Photographica Auction

Bunkerbilder von Boris Becker