c't Digitale Fotografie 5/2019
S. 98
Fotografieren an der Küste
Aufmacherbild

Faszinierende Küsten

effektvoll fotografieren

Das Aufeinandertreffen von Wasser und Land bietet Abwechslung wie kaum eine andere Landschaft. Hier zu fotografieren, bedarf jedoch einer guten Vorbereitung. Alexander Otto hat sich auf Küstenlandschaften spezialisiert und zeigt, wie Sie eindrucksvolle Motive einfangen.

Wo die Elemente sich begegnen, entstehen intensive Stimmungen, die uns berühren. Das Meer spiegelt im wechselnden Wetter eine große Bandbreite an Emotionen wider, von ruhig und sanft bis dramatisch und bedrohlich. Es verlangt von uns Fotografen einiges, diese Spielarten gekonnt festzuhalten. Küstenfotografie, im angelsächsischen Raum Seascaping genannt, bietet dafür aber lohnende Fotoausbeute.

Für gute Ergebnisse muss man viele gestalterische und technische Aspekte berücksichtigen, beispielsweise den Verlauf der Küstenlinie, die Intensität der Brandung, die Motive im Vordergrund und den Effekt verschiedener Filter. Meine ersten Gehversuche zum Thema Küstenfotografie machte ich an der Westküste der Vereinigten Staaten. Mittlerweile besuchte ich viele Male die unterschiedlichsten Küstenabschnitte der Welt, von Japan über Nordamerika und Nordeuropa bis zu den deutschen Küstenlandschaften.

Einer meiner Lieblingsstrände Europas ist der portugiesische Praia da Adraga an der Atlantikküste unweit der Stadt Sintra. Dort fotografierte ich ein halbes Dutzend Mal, jeweils zu den unterschiedlichsten Bedingungen. Die folgenden zwei Beispiele zeigen, warum es erforderlich ist, einerseits gut vorbereitet zu sein und sich andererseits spontan auf die aktuellen Gegebenheiten einlassen zu können.