c't Digitale Fotografie 1/2020
S. 148
Handgemachte Spezial- und Spaßobjektive
Aufmacherbild

Spezial- und Spaßobjektive

Do-it-yourself

Haben Sie schon einmal mit einem Doppel- oder Vierfachobjektiv fotografiert? Wollten Sie schon immer ein Shiftobjektiv ausprobieren, ohne dafür viel Geld auszugeben? Wir zeigen Ihnen, wie sich mit einfachen Mitteln ein eigener Spezial-Objektivpark für ihre Systemkamera bauen lässt.

Der Weg zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten in der Fotografie erfordert stets, ausgetretene Pfade zu verlassen und Konventionen in Frage zu stellen. Das gilt für den gestalterischen Bereich ebenso wie für den technischen. Muss also ein Objektiv zwingend lichtdicht sein? Und was sieht die Kamera, wenn sie gleichzeitig durch mehr als ein Objektiv blickt? Solche Fragen laden dazu ein, mit optischen Elementen aller Art zu experimentieren. Und das kann zu erstaunlichen Ergebnissen führen.

Grundelemente

Um ein antikes Objektiv an Ihrer Kamera nutzen zu können, muss dieses zuerst angepasst und in die richtige Form gebracht werden. Als Grundlage für eigene Objektiv-Konstruktionen dienen meist ältere, analoge Kameras, die man für kleines Geld auf dem Flohmarkt oder im Internet findet. Um ein individuelles und stabiles Objektivgehäuse aufzubauen, gibt es mehrere Ansätze. Verstellbare Zwischenringe, sogenannte Helicoid-Adapter, ermöglichen es, das Auflagemaß – also den richtigen Abstand zwischen Optik und Sensorebene – auch für exotische Objektivkonstruktionen richtig einzustellen. Nur dann ist es möglich, auf Unendlich zu fokussieren.