c't Digitale Fotografie 1/2020
S. 62
Kameratest
Aufmacherbild
Bild: freepik.com, Montage c’t Fotografie

Nikon Z 50 GEGEN Olympus OM-D E-M5 III

Kompakte Allrounder

Zuwachs für die Mittelklasse: Olympus OM-D E-M5 III und Nikon Z 50 buhlen um die Gunst ambitionierter Amateure, die eine kompakte Alltagskamera suchen. Die Z 50 wirkt dabei etwas hemdsärmelig. Kann sie die vollausgestattete OM-D zumindest bei der Bildqualität schlagen?

Für Nikon ist die Z 50 ein Neuanfang, für Olympus ist die OM-D E-M5 III ein entscheidender Richtungsweiser: In die neuen spiegellosen Systemkameras dürften die Hersteller große Hoffnungen setzen. Nikon ist bereits einmal mit einem spiegellosen System baden gegangen, das sich an ambitionierte Hobbyfotografen richtete. Seither deckte der Hersteller die Mittelklasse wieder nur mit Spiegelreflexkameras ab. Die Z 50 soll das ändern und Nikon auch in diesem Marktsegment zukunftsfähig machen. Bei der Namenswahl war Nikon schonmal nicht sonderlich kreativ und weckt Assoziationen an das Konkurrenzsystem von Canon um die EOS M50. Mit ihrem APS-C-Sensor und ihrem Wetterschutz positioniert sich die Z 50 aber auf Augenhöhe zur DSLR-Schwester D7500, dem Canon-Konkurrenten ist sie damit überlegen. Mit ihrem schmalen Gehäuse und dem Z-Bajonett knüpft sie an die großen spiegellosen Vollformatgeschwister an.

Olympus’ OM-D E-M5 III steht nicht für einen Neuanfang, sondern für Weiterentwicklung. Ihr Abschneiden im Handel entscheidet möglicherweise auch darüber, wie Olympus sich künftig weiter mit seinem Micro-Four-Third-System am Kameramarkt positioniert. Entsprechend ambitioniert geht sie an den Start. Obwohl sie in der 1000-Euro-Preisklasse der Z 50 spielt, lässt sie diese schon mit einem Blick auf die technischen Daten mühelos hinter sich: 5-Achsen-Bildstabilisierung, höhere Serienbildrate, kürzere Verschlusszeit, schwenkbares Display, …

Etwas könnte der OM-D allerdings in die Parade fahren, denn sie arbeitet nur mit dem kleineren Four-Thirds-Sensor, der sich bisher in schwierigen Lichtsituationen weniger bildstark zeigte als die APS-C-Konkurrenz. Das Rennen scheint also doch offen. Auf die Plätze, fertig, los!