c't Digitale Fotografie 4/2020
S. 58
Test
Aufmacherbild

Fujifilm X-T4 vs. Olympus OM-D E-M1 III

Gehobene Mittelklasse

Sie sind schnell, robust und vielseitig: Fujifilms X-T4 und Olympus OM-D E-M1 III richten sich an erfahrene Fotografen. Trotz ihres enormen Funktionsumfangs bleiben beide Kameras kompakt und gut beherrschbar.

Die gehobene spiegellose Mittelklasse will den Spagat zwischen den Welten schaffen: Einerseits beherrscht sie Kunststückchen, wie man sie von Profi-Kameras kennt. Andererseits bleibt sie dabei kompakt und finanzierbar. Die Zielgruppe sind erfahrene Hobbyfotografen.

Fujifilm und Olympus haben mit X-T4 und OM-D E-M1 III gerade ihre neuen Topmodelle vorgestellt und deren Profil noch einmal nachgeschärft. Die größte Veränderung im Vergleich zur Vorgängerin hat dabei wohl die X-T4 durchgemacht, denn sie besitzt nun eine interne Bildstabilisierung, die Fujifilm bisher seinem Profi-Modell X-H1 vorbehielt. Für Olympus-Fotografen ist das ein alter Hut. Immerhin konnte bereits die erste digitale OM-D von 2012 auf eine interne 5-Achsen-Stabilisierung verweisen.

Einen weiteren wichtigen Schritt wagt Fujifilm beim Akku, der nun auf eine Kapazität von 2200 mAh kommt. Etwa 500 Bilder sollen Fotografen mit einer Ladung gemäß CIPA-Standard aufnehmen können. Die X-T3 kam hier lediglich auf knapp 400 Fotos. Wir schafften es im Testzeitraum tatsächlich auf weit über 2000 Fotos inklusive Serienbildern, Slow-Motion- und HDR-Aufnahmen, gemischt im Sucher- und LiveView-Betrieb. Olympus rüstet an dieser Stelle nicht auf, sodass die E-M1 III bei 420 Aufnahmen verharrt. Während unseres Tests haben wir ebenfalls deutlich mehr aus dem Akku herausgeholt. Mit Nachtaufnahmen beziehungsweise Langzeitbelichtungen und im Mix mit Sucher und Display erstellten wir gut 700 Fotos.