c't Digitale Fotografie 6/2020
S. 3
Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Natur und Landschaften bieten eine endlose Fülle an großartigen Motiven. Aber jeder hatte schon einmal solche Tage, an denen selbst nach Stunden in der tollsten Umgebung nur wenig brauchbare Aufnahmen auf der Speicherkarte gelandet waren. Ein anderes Phänomen, das gerne an bekannten Foto-Spots auftritt: Die Szenerie ist so ikonisch, dass sich ein Bildaufbau eingeprägt hat und von jedem Fotografen auf die gleiche Weise eingefangen wird.

Ein Ausweg bietet eine bewusste Bildkomposition. Auf diesen Teil der Fotografie kann man selbst am meisten Einfluss nehmen, indem man Position, Blickwinkel, Brennweite und vieles mehr bestimmt. Dazu ist die Komposition das wichtigste Werkzeug um eine emotionale Verbindung zwischen Betrachter und Fotograf herzustellen. Profifotograf Nicolas Alexander Otto verrät Ihnen auf Seite 22, welcher Bildaufbau zu welchem Motiv passt und wie Sie gute von schlechten Kompositionen unterscheiden können. Bereits einige kleine Tipps und Kniffe führen zu umwerfenden Ergebnissen.

Ein weiterer Frustfaktor bei Sichten der eigenen Fotos ist die Schärfe. Liegt diese auch nur ein kleines Stück daneben, zum Beispiel auf der Nase, statt auf dem Auge wird das Betrachten fast zur körperlichen Tortur. Sandra Petrowitz hat ab Seite 74 zehn Tipps für scharfe Bilder, die Ihnen garantiert weiterhelfen.

Wie bei vielen Dingen macht die Übung den Meister. Das gilt für den Bildaufbau wie auch für das Fotografieren selbst. Mit den Tipps unserer Profis können Sie die Übungsphase aber drastisch verkürzen und das erleben, was unser Hobby so schön macht: großartige Motive eindrucksvoll festhalten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Fotografieren,

Thomas Hoffmann

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