c't Digitale Fotografie 1/2021
S. 132
Aufmacherbild

Tether-Aufnahmen MANAGEN

Im Studio-Workflow, aber auch auf Location, wird oft direkt in den Rechner fotografiert. Damit können Aufnahme, Kontrolle und Bildentwicklung Hand in Hand gehen. Neben der kameraeigenen Aufnahme-Software bieten auch die beiden verbreitetsten Lösungen für den Raw-Workflow – Lightroom und Capture One – diese besondere Form des Bildimports an. Wir erklären in diesem Artikel die besten Vorgehensweisen und Optionen.

Das englische Verb „tether“ bedeutet „anbinden“. Im Tether-Workflow findet diese Anbindung im wörtlichen und übertragenen Sinne statt. Klassisch werden die Kameras per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden, um so eine dauerhafte Verbindung für die Aufnahmen herzustellen. Damit der Workflow im Moment des Shootings schnell und reibungslos vonstattengeht, sollten alle üblichen Parameter für den Bildimport, wie Speicherort, Benennung, Copyright und Projekt-Stichwörter im Vorfeld definiert werden. Aber auch während des Shootings können Fotografen noch Parameter anpassen, Zielordner ändern oder erste Entwicklungseinstellungen festlegen, die sich direkt auf die noch folgenden Aufnahmen auswirken. Die Vorgehensweisen unterscheiden sich dabei, je nachdem, ob Sie Lightroom oder Capture One nutzen.

Lightroom oder Capture One

Im Normalfall arbeiten Sie schon mit der einen oder anderen Software und nutzen für Shootings natürlich deren Tether-Fähigkeiten. Sowohl Lightroom als auch Capture One erfüllen alle wesentlichen Anforderungen des Pflichtenbuchs für Tether-Aufnahmen. Dennoch gibt es – schon durch die unterschiedliche Entwicklungsgeschichte der Programme – durchaus Unterschiede und Schwerpunkte.