c't Fotografie 2/2021
S. 50
Aufmacherbild

Nikon Z 6 II UND Z 7 II

Verbesserungen im Detail

Bereits zwei Jahre nachdem Nikon mit dem Z-System in das spiegellose Vollformat eingestiegen ist, hat der Hersteller Nachfolger für die beiden Topmodelle Z 6 und Z 7 vorgestellt. Wir haben in Labor und Praxis getestet, wie sich die Kameras schlagen und stellen die Neuerungen vor. Zusätzlich waren wir mit dem neuen Z 50 mm f/1.2 S unterwegs und haben geschaut, was die lichtstarke Normalbrennweite leistet.

Mit der Einführung ihres Z-Systems hat Nikon 2018 einen großen Schritt gemacht, nachdem sie viele Jahre an ihrem Spiegelreflexsystem festhielten. Andere Hersteller nutzten diese Zeit und etablierten ihre spiegellosen Systeme. Allen voran Sony mit APS-C- und Vollformatkameras, Fujifilm (APS-C), Canon (APS-C), Olympus und Panasonic (MFT). Sie alle können mittlerweile auf viel Erfahrung und ein großes Angebot an Objektiven verweisen, wenn es um die Wahl einer spiegellosen Systemkamera geht. Kein einfaches Umfeld, um mit einem eigenen neuen System durchzustarten. Ende 2018 kamen mit der Z 6 und Z 7 die ersten beiden spiegellosen Nikon-Vollformatkameras auf den Markt. Der Kamerahersteller setzte einen 24 Megapixel-Sensor in der Z 6 und 46 Megapixel-Sensor in der Z 7 ein, erstmals für eine interne Bildstabilisierung beweglich gelagert. Die Spiegelreflexkameras nutzen stabilisierte Objektive. Nikon betrat hier Neuland. Außerdem erhielten beide Kameras einen neu entwickelten Bildprozessor.

Obwohl das System grundlegend anders ist und kleinere Gehäuse ermöglicht, setzte Nikon das gewohnt gute Handling mit einem tiefen Griff und zahlreichen Tasten und Einstellrädern am Gehäuse auch bei den neuen Kameras um. Nikon-Fotografen finden sich hier und auch in den Menüs der Kamera auf Anhieb zurecht.

Nikon startete also in dieses neue Kapitel mit ausgereiften durchdachten Geräten, wie wir auch in unseren Kameratests bestätigten (siehe c’t Fotografie 6/18 und 1/19). Was wir allerdings damals auch attestierten, waren kleinere Details, die in einer folgenden Modellgeneration besser gelöst werden sollten. Diese neue Generation halten wir nun in den Händen. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die aktuellen Kameras vor, vergleichen ihre Leistung mit den Vorgängern und werfen einen besonderen Blick auf unsere Kritikpunkte der Vergangenheit.