c't Fotografie 2/2021
S. 6
Leserforum

LESERFORUM

Ungewisse Zukunft?

Spiegelloses Vollformat, c’t Fotografie 1/2021, S. 60

Schon als Jugendlicher habe ich in den 70er-Jahren stolz meine Kleinbild-(Vollformat)-Yashica-FR-1-Kamera in den Händen gehalten und durch ein von Zeiss inspiriertes Objektiv fotografiert. Und das zu einem Preis, der auch zu damaligen Zeiten für einen Jugendlichen nicht gerade erschwinglich war. Die Technik hat sich gewandelt, aber der Mythos Vollformat und damit das Verkaufsargument ist geblieben.

Die meisten fotografischen und nichtfotografischen Argumente sprechen aber für kompaktere Kameras als das Vollformat, so auch für das MFT-System – neben dem niedrigeren Einstiegspreis auch hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten für die eigenen Fotofertigkeiten. Innovative Konzepte mit noch weit kleineren Sensoren – wie zum Beispiel beim Smartphone – haben es sogar geschafft, den fotografischen Markt zu revolutionieren.

Zusammen mit dem Wissen, dass die künftige Bildverarbeitung mittels künstlicher Intelligenz (KI) schon in den Kinderschuhen steckt, und dies besonders für kompakte Kameras interessant sein könnte, würde ich eine Aussage über die „ungewisse Zukunft” von einzelnen Kamerasystemen so nicht in den Raum stellen oder zumindest eine Referenz beifügen.

Dr. B. Reinke

Hinsichtlich der kleinen Sensoren haben Sie natürlich Recht. Diese Technik dominiert den Markt, allerdings bleibt sie bei diesen Geräten stehen und auch dort beobachten wir eine Tendenz zu größeren Sensoren. Der Grund, warum Vollformat derzeit die besten Entwicklungsmöglichkeiten bietet, liegt vor allem im Markt begründet, nicht in der Technik an sich. Hier wenden sich die meisten Kamerahersteller den größeren Sensoren zu und investieren hauptsächlich in diese Systeme. Das Micro-Four-Thirds-System steht vor allem durch die schlechten Geschäftszahlen von Olympus in den letzten Jahren vor einer ungewissen Zukunft. Daher hat Olympus die Kamerasparte verkauft. Wie es nun mit dem neuen Investor Japanese Industrial Partners weitergeht, ist offen.

Christine Bruns (cbr, Autorin)

Schwarze Ecken: normal oder ein Fehler?

Objektive für Einsteiger ins spiegellose Vollformat, c’t Fotografie 1/2021, S.74

In dem Artikel steht bezüglich des RF24 – 105 F4 – 7.1 IS STM etwas von Helligkeitsverlust in den Ecken. Ich habe eine nagelneue EOS R6 mit diesem Kit-Objektiv gekauft und die Ecken sind im Weitwinkelbereich 24 mm schwarz! Sobald man das Zoom nutzt, verschwinden die schwarzen Ecken. Ist das normal?

J. Schüer

Gerade im Weitwinkel zeigen die meisten Objektive einen Helligkeitsverlust zum Bildrand. Die Hersteller nehmen diesen in Kauf, um das Objektiv klein und den (Kosten-)Aufwand für Korrekturen gering zu halten. Dazu stellen Zoom-Objektive zusätzlich einen Kompromiss bei der Konstruktion dar. Mit Abblenden kann man die Randabschattung reduzieren, auch bieten die Kameras und Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom Korrekturprofile, die den Helligkeitsverlust mindern oder ganz entfernen.

Thomas Hoffmann (tho, Autor)

Styroporreste am Gefieder

Heidelberg, Stadt der Sittiche, c’t Fotografie Fototouren, S.100

So interessant und lehrreich die Story über die grünen Papageien auch sein mag, hinterlässt sie doch etwas gemischte Gefühle: So wird die vom Biologen Herrn Braun vorgenommene Auskleidung der Nisthöhlen mit Styropor als besonders wärmedämmend und komfortabel für die Vögel angepriesen, bezüglich der Umweltverträglichkeit jedoch kein Wort verloren, dafür aber ein Vogel abgebildet, dem an mehreren Stellen Styroporreste am Gefieder haften.

In einer Zeit völlig überbordenden Plastikmülls und sich scheinbar unaufhaltsam global ausbreitender Mikroplastikteilchen erscheint mir das nicht nur bedenklich, sondern vielmehr anachronistisch und angesichts der immens langen Zersetzungsphase von Styropor umwelt- und tierschutzmäßig kontraproduktiv. Erschwerend für die Papageien und ihre Umwelt kommt noch hinzu, dass sich die Styroporflocken statisch aufladen und somit lange auf Oberflächen sowie auch Federn haften bleiben.

A.Volmer

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