c't Fotografie 5/2021
S. 70
Objektive
Makro-Objektive für Nikon Z

Makro Objektive für Nikon Z

Nikon hat bereits kurz nach Start des spiegellosen Z-Systems eine Reihe Festbrennweiten und Zoom-Objektive vorgestellt. Makro-Objektive fehlten allerdings im Portfolio, nun hat der Hersteller auch in diesem Bereich nachgezogen. Mit 50 Millimetern und 105 Millimetern Brennweite decken die beiden Optiken unterschiedliche Bereiche ab. Wir haben die Objektive in Praxis und im Labor genau unter die Lupe genommen.

Makroaufnahmen faszinieren, denn sie zeigen uns Motive, die wir aus unserer alltäglichen Sehgewohnheit nicht kennen. Und auch jenseits von mikroskopisch anmutenden Bilderwelten begeistern Nahaufnahmen mit ihrer Detailfülle und hohen Schärfe. Für das Fotografieren dieser Bilder ist aber zwingend ein Makro-Objektiv nötig. Normale Objektive sind beim Fokus eingeschränkt, denn sie kommen nicht nah genug heran und liefern deshalb nicht den nötigen Abbildungsmaßstab. Der Abbildungsmaßstab gibt an, wie groß ein fotografiertes Objekt auf dem Sensor abgebildet wird. Wird zum Beispiel eine zwei Zentimeter große Blüte auch auf dem Sensor zwei Zentimeter groß eingefangen, entspricht der Abbildungsmaßstab 1:1 – typisch für Makro-Objektive.

Bislang fehlten in Nikons Z-Objektiv-Portfolio eben diese. Das hat sich nun geändert und Fotografen im Z-System können zwischen einem kleinen Objektiv mit 50 Millimetern Brennweite und der von den Spiegelreflexkameras bekannten Brennweite von 105 Millimetern wählen. Beide Objektive haben eine Offenblende von f/2.8 und bieten einen Abbildungsmaßstab von 1:1. Die längere Brennweite gehört zu den hochwertigen S-Line Objektiven und ist entsprechend gut ausgestattet.