c't Fotografie Ideen Heft 7/2021
S. 22
Aufmacherbild
Nach dem Herumtollen wollen die Federn wieder getrocknet werden. Canon EOS 5D MKIV mit Canon EF 70-200 f2.8 IS USM II | 280 mm (Canon 1.4 Telekonverter) | ISO 100 | f/4.0 | 1/2500 s | – 3 EV

Familienbande: SCHWÄNE in Quarantäne

Allen Widrigkeiten zum Trotz hat die Corona-Krise auch manch positiven Effekt. Fotografen können sich Projekten direkt vor der Haustür widmen, die sie vorher aus Zeitgründen nie umgesetzt hätten – beispielsweise eine Schwanenfamilie bei der Aufzucht ihrer Jungen zu begleiten. Lassen Sie sich von meinem Pandemie-Projekt inspirieren.

Die Pandemie hat vielen von uns mehr Freizeit verschafft. So auch mir, denn als Fotograf sind mir Shootings, Workshops und Vorführungen weggebrochen. Ich nutzte diese freie Zeit, wie wahrscheinlich viele von Ihnen, mit Spaziergängen und Renovierungen am Haus. Da sich mein Studio direkt an der Donau befindet, war mein primäres Ausflugsziel das Augebiet dort.

Die ersten Ausflüge

Bei meinen ersten Ausflügen in die Au schloss ich eine ungewöhnliche Freundschaft. Eine sehr zutrauliche Türkische Ente war fast immer an meiner Seite. Oft saß sie neben mir, aber manchmal begleitete Sie mich auch ein wenig. Ich vermutete, dass einzelne Fischer den rotköpfigen Vogel fütterten und dieser deshalb so zutraulich war. Diese nette Begegnung brachte mich öfters an dieselbe Stelle und genau dort entdeckte ich irgendwann eine Höckerschwanfamile mit ihren fünf Jungen. Ich beschloss, die Familie ein Stück auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten.