c't Fotografie Ideen Heft 7/2021
S. 18
Makrofotografie
Aufmacherbild

Kleine Krabbler GANZ GROSS

Die Makrofotografie macht winzige Akteure zu Hauptfiguren. Doch um die kleinen Models perfekt abzulichten, muss man eine große Hürde überwinden: die geringe Schärfentiefe. Immer mehr Kameras bringen die Möglichkeit für automatische Schärfereihen mit. Wie Sie diese einsetzen und was Sie noch dafür benötigen, erfahren Sie hier.

Der Mikrokosmos wirkt auf uns oft wie ein Gruselkabinett. Doch wer bereit ist, sich der Welt der kleinen Aliens zu öffnen, wird von der Fantasie der Natur überrascht. Es scheint, als habe die Evolution diese Winzlinge zu ihren Lieblingskindern erkoren und hier mehr als reine Zweckkonstruktionen hervorgebracht, als habe sie Begeisterung und tiefe Freude an der ästhetischen Schöpfung empfunden und sich dabei in einen wahren Formen- und Farbenrausch hineingesteigert. Spezielle Fototechnik erschließt uns diese Welt jenseits der alltäglichen Erfahrung.

Kleine Tiere ganz groß

Die optisch beste Lösung für die große Darstellung kleiner Objekte ist ein Makroobjektiv. Auf dem Markt werden viele verschiedene Konstruktionen angeboten. Die meisten ermöglichen eine Abbildung des Motivs bis hin zur natürlichen Größe, was für die formatfüllende Ansicht vieler Großinsekten wie Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken ausreicht. Sollen jedoch die kleineren Vertreter unter den Sechs- und Achtbeinern oder gar Detailausschnitte aufgenommen werden, bedarf es weiterer Hilfsmittel. Hier kommen Lupen- und Vergrößerungsobjektive, Zwischenringe, Balgengeräte oder Nahlinsen zum Einsatz. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile.