c't 2/2016
S. 109
Praxis
Hardware-Hacks: Versteck für Drahtloslader
Aufmacherbild

Stromversteck

Drahtloslader in Möbeln verstecken

Telefon auf ein Ladegerät legen und schon füllt sich der Akku – ganz ohne Kabelgestöpsel. Klingt sexy, hat bei der Umsetzung aber einen Schönheitsfehler: Auf dem Schreib-, Wohnzimmer- oder Nachttisch liegt dann dauerhaft eine unschöne Ladeschale samt Kabel herum. Wir zeigen, wie Sie diese unsichtbar einbauen.

Das Prinzip hinter dem Drahtlosladestandard Qi ist schnell erklärt: Die Ladestation besteht aus etwas Elektronik, einer Abschirmplatte sowie einer Spule. Deren Magnetfeld prägt in die Empfangsspule einen Strom ein, das Telefon lädt. Damit das klappt und dabei nicht zu viel Leistung auf der Strecke bleibt, darf der Luftspalt zwischen den beiden nicht zu groß sein. Der Standard spricht von bis zu 4 cm.

Blanke Theorie! In der Praxis ist bereits Schluss, wenn eine c’t zwischen Ladeschale und Telefon liegt. Schon bei geringeren Abständen – etwa einer auf Seite 150 aufgeblätterten c’t – sinkt die Ladeleistung von 2,5 auf rund 1 Watt ab. Der Drahtloslader lässt sich also nicht einfach so unter eine zentimeterdicke Tischplatte kleben. Mit ein wenig handwerklichem Geschick gelingt es aber, viel von der störende Schicht zwischen Sender und Empfänger abzutragen – zumindest bei Holzmöbeln. Wir kamen danach – durch die Tischplatte hindurch – wieder auf die ursprüngliche Ladeleistung von etwa 2,5 Watt.

Kommentare lesen (2 Beiträge)

Weitere Bilder

Stromversteck (5 Bilder)

Mit der Oberfräse und einer Schablone, kann man den Drahtloslader millimetergenau in einem Möbelstück versenken.