c't 2/2016
S. 114
Praxis
Hardware-Hacks: Auto-Diagnose mit dem Handy

OBD2-Tricks

Das Handy als Diagnosegerät, Bordcomputer und Dashcam im Auto

Leuchtet im Auto die Motorkontrolllampe, schnappt man sich sein Sparbuch und fährt zur nächsten Werkstatt. Wenn sie das allerdings als regelmäßigen Fehlalarm macht, dann investiert man stattdessen lieber ein paar Euro in den Versuch, den gespeicherten Fehlercode einfach zu löschen, damit die Lampe wieder erlischt.

Penny und Sheldon aus der TV-Serie Big Bang Theory sind sich oft uneins. Auch hinsichtlich der leuchtenden Motorkontrolllampe in Pennys Auto: Während Penny unbekümmert weiter fährt, will Sheldon, dass sie umgehend die Werkstatt aufsucht. Als die Lampe an meinem Auto das erste Mal anging, hielt ich es wie Sheldon. Die Werkstatt wechselte für 300 Euro ein Ventil in der Abgasrückführung.

Nach wenigen Monaten ging die Lampe wieder an und die Werkstatt las denselben Wert aus dem Fehlerspeicher aus. Ich redete von Gewährleistung, der Meister schlug vor, den Fehler zu löschen und abzuwarten. Die Lampe blieb aus – für etwa ein halbes Jahr.

Mittlerweile war ich etwas werkstattmüde und suchte nach einer anderen Lösung. Ich fand sie in Form eines Adapters für die OBD2-Schnittstelle (On-Board-Diagnose), die eigentlich dem Diagnosegerät der Werkstatt vorbehalten ist. Der Adapter macht mein Handy zum Diagnosegerät – und nebenbei auch zum Bordcomputer, weshalb es jetzt immer in einer Halterung mitfährt.

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Torque bietet an, nach der Bedeutung des im Steuergerät gespeicherten Fehlercodes zu suchen. Die Erklärungen sind aber nicht immer erhellend.