c't 3/2016
S. 158
Know-how
Google AMP
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Web-Diät

Wie Google mit AMP das offene Web retten will

Sind Webseiten zu schwerfällig und überfrachtet? Viele Surfer sehen das so, vor allem auf Mobilgeräten. Mit seinem AMP-Framework will Google das Web rabiat abspecken – ohne aber auf moderne Möglichkeiten zu verzichten.

Ganze 2,2 MByte: So viel wiegt heute eine durchschnittliche Webseite laut httparchive.org. Drei Viertel davon entfallen auf Bilder; Skripte folgen mit 368 KByte auf Platz zwei. Die Durchschnittsseite öffnet 100 HTTP(S)-Anfragen auf 18 verschiedenen Domains. Das HTML-Gerüst, in dem in der Regel die wichtigsten Inhalte stecken, macht weniger als 2,5 Prozent des Downloads aus, Tendenz fallend.

Der ganz normale Wahnsinn im Web: Bei der eintausendsten HTTP-Anfrage, die diese Webseite abschickte, haben wir die Messung abgebrochen.

Diese Werte sind grotesk. Bessere Hard- und Software und schnelleres Internet haben unter Webentwicklern das Problembewusstsein für Performance-Fragen erodieren lassen. Die grassierende Tool-Verliebtheit führt zu einem Wucher von Fertiglösungen, die oft ohne Not in die Seiten gestopft werden.

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