c't 6/2016
S. 55
News
Internet

Google-Suche belohnt AMP-Websites

Auf mobilen Browsern werden mit AMP optimierte Seiten in den Suchergebnissen von Google hervorgehoben.

Die Suchmaschine von Google hebt passende Suchtreffer, die im AMP-Format (Accelerated Mobile Pages, beschleunigte mobile Webseiten, siehe c’t 3/16, Seite 158) ausgeliefert werden, bei der Suche auf Mobilgeräten in den „Top Stories“ hervor. In ersten Tests klappte das mit dem Browser eines Mobilgeräts, aber noch nicht mit der Google-Suche per Android-App.

Google befeuert damit das Interesse an AMP. Die Idee dahinter ist, mit einer Untermenge von HTML und CSS sowie vorgefertigten interaktiven Elementen die Auslieferung von Webseiten dramatisch zu beschleunigen. Die quelloffene Technik kann jeder Webseiten-Betreiber einsetzen. Externe Dienstleister ermöglichen eine halbautomatische Umstellung von Webseiten. Wordpress.com hat AMP bereits implementiert; bei selbst gehosteten Wordpress-Auftritten benötigt man ein Plug-in. (heb@ct.de)

Bußgelder wegen Safe Harbor

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will gegen drei Unternehmen ein Bußgeldverfahren einleiten. Die Firmen nutzen das gerichtlich gekippte Safe-Harbor-Abkommen weiterhin als rechtliche Basis für Datentransfers in die USA. Auch nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Oktober 2015 hätten sie ihren Datenverkehr nicht umgestellt oder eine andere Rechtsgrundlage für den transatlantischen Datenaustausch geschaffen. Der EuGH hatte bemängelt, dass die Informationen in den USA nicht ausreichend geschützt vor dem Zugriff von Geheimdiensten seien. Nach Angaben der Hamburger Datenschützer handelt es sich um drei deutsche Niederlassungen US-amerikanischer Unternehmen. Die Verfahren liefen derzeit noch. Gegen zwei weitere Unternehmen würden Sanktionen noch geprüft, hieß es. (hob@ct.de)

Telegram auf Erfolgskurs

Der Krypto-Messenger Telegram hat die Schwelle von 100 Millionen Nutzern überschritten. Täglich kommen nach Angaben der Betreiber 350 000 neue Anwender hinzu. Im Vergleich zu WhatsApp mit einer Milliarde Nutzer ist Telegram weit abgeschlagen. Bei den versandten Nachrichten liegt der Newcomer mit 15 Milliarden am Tag nicht so weit hinter WhatsApp mit 42 Milliarden. Krypto-Messenger wie Telegram oder Threema hatten mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook einen merklichen Schub erfahren. Zwar verschlüsselt auch WhatsApp die Nachrichten, zeigt das aber Nutzern nicht an. (uma@ct.de)

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