c't 7/2016
S. 64
Vorsicht, Kunde
Office zur Miete
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Das große Lizenzgerangel

Gescheiterte Abo-Umstellung bei Office 365 blockiert E-Mail-Zugriff

Mit dem Abo-Modell von Office 365 verspricht Microsoft, sich anstelle des Anwenders um Software-Updates zu kümmern. Doch wehe, wenn Microsoft eine Abo-Änderung erzwingt, sie dann aber nicht umsetzen kann. Dann steht der Kunde mit bezahltem, aber blockiertem E-Mail-Zugang im Regen.

Der IT-Berater Oliver B. ist langjähriger Microsoft-Partner. Als solcher vermittelte er dem Immobilien-Maklerbüro D. ein Abonnement von Microsoft Office 365. Für seine sieben Mitarbeiter griff das Büro zunächst auf zwei unterschiedliche Abo-Varianten zurück: Zum Einsatz kamen zwei zuletzt ungenutzte Lizenzen vom Typ „Small Business“ und sieben vom Typ „Small Business Premium“.

Für Office 365 hatte sich der Kunde nicht in erster Linie wegen der Desktop-Anwendungen entschieden: Zum Paket gehörte auch ein gehosteter Exchange-Server, wovon sich das Maklerbüro eine wartungsfreie E-Mail-Verwaltung versprach. Immerhin erhält die Firma an jedem Arbeitstag bis zu 150 Mails mit Angeboten, Terminvereinbarungen und Objektbeschreibungen, deren Beantwortung über Geschäftsabschluss oder Misserfolg entscheidet.

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