c't 8/2016
S. 104
Praxis
Heim-Server mit ECC-RAM
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Wünsch Dir was mit viel Platz

Bauvorschlag für einen Heim-Server mit bis zu sechs Festplatten

Auf Basis eines 150-Euro-Mainboards lässt sich ein Server mit sparsamer Skylake-Technik, bis zu 64 GByte ECC-RAM und sechs Festplatten bauen, der auch größere Datenmassen meistert.

Wer einen Server mit mehreren Terabyte-Festplatten bauen möchte, kommt an einem größeren PC-Gehäuse nicht vorbei. Dafür haben wir das Rad nicht neu erfunden, sondern einen der Server-Bauvorschläge aus c’t 2/14 modernisiert und verbessert [1]. Im immer noch lieferbaren Fractal-Design-Gehäuse haben wir das Fujitsu-Mainboard D3417-B für aktuelle Skylake-Prozessoren mit der Fassung LGA1151 eingesetzt. Zudem verwenden wir das günstige Netzteil weiter: Das sind bewährte Komponenten, die sich als zuverlässig erwiesen haben.

Auch bei Festplattenzugriffen ist der Server akustisch kaum wahrnehmbar, weil die Platten auf entkoppelten Schlitten sitzen.

Resultat ist ein recht leiser und sparsamer Server, der mit vier schlafenden Festplatten unter Windows 10 nur 12 Watt schluckt und mit unter 0,1 Sone säuselt. Schon mit dem 45-Euro-Prozessor Celeron G3900 liefert er viel Rechenleistung, stellt bis zu 64 GByte RAM bereit und eignet sich für trickreiche Konfigurationen mit VT-d und AES-NI. Das klappte bei der alten Haswell-Technik nur mit einem viel teureren Xeon. Den kann man jetzt mit Skylake-Architektur immer noch wählen, wenn man vier Kerne, acht Threads und AVX-Einheiten benötigt. Für das gewählte Mainboard muss es einer aus der Baureihe Xeon E3-1200 v5 sein.

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