c't 8/2016
S. 100
Praxis
Heim-Server selbst gebaut
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Wünsch Dir was Supersparsames

Bauvorschlag für einen lüfterlosen und sparsamen Heim-Server

Wer selbst schraubt, baut einen kompakten Server mit PC-Technik, der leiser arbeitet und weniger Strom braucht als manches NAS. Unser Bauvorschlag kommt ohne Lüfter aus und braucht im Leerlauf weniger als 10 Watt.

Zum Kasten: Projektseite

Die Zentrale fürs Familien-LAN braucht keine gigantische Rechenleistung und oft auch nur mäßig viel Festplattenplatz. Wichtiger sind flüsterleiser Betrieb, günstiger Preis, überschaubarer Platzbedarf und niedrige Stromkosten. Wer die richtigen PC-Bauteile kombiniert, baut sich für rund 300 Euro einen flexibel aufrüstbaren Server, der sparsamer und leiser läuft als viele Netzwerk-Speicherboxen (NAS). Dabei liefert unser System noch deutlich mehr Rechenleistung als gleich teure NAS-Boxen, lässt sich mit bis zu 32 GByte RAM ausrüsten sowie mit PCIe-Karten erweitern, etwa mit einer zweiten Netzwerkkarte für eine Firewall oder für virtualisierte Systeme. Abstriche sind nur bei den Festplatten nötig: Mehr als drei 2,5-Zoll-Laufwerke oder SSDs passen nicht hinein, es dürfen aber auch zwei 3,5-Zoll-Platten und eine SSD sein.

Dank sparsamen Skylake-Celeron und Fujitsu-Mainboard zeigt das Wärmebild des Servers trotz Passivkühlung nur wenige Hotspots wie den Chipsatz (42 °C) oder das PicoPSU-Netzteil (39 °C).

Wer mehr braucht, kann sich den Bauvorschlag auf Seite 104 anschauen, der aber teurer, größer und stromhungriger ist. Dort setzen wir ein Mainboard für ECC-RAM ein, das durchaus auch in diesem lüfterlosen System läuft – es ist sogar noch rund 3 Watt sparsamer. Die Sache hat aber einen Haken: Das Fujitsu D3417-B kostet fast 100 Euro mehr als das ebenfalls sehr sparsame D3400-B, das wir bei unseren kompakten Server für die passendere Wahl halten.

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