c't 8/2016
S. 33
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Showdown vertagt

Apple vs. FBI: iPhone geknackt, Streit geht weiter

Kann die US-Regierung Apple zwingen, Sicherheitsvorkehrungen von iPhones zu knacken? Die Frage bleibt zunächst offen, denn die Regierung konnte das Handy eines Terroristen offenbar ohne Apples Hilfe auslesen.

Am Ostermontag nahm Staatsanwältin Eileen M. Decker überraschend die Luft raus aus dem öffentlich ausgetragenen Rechtsstreit mit Apple. Sie bat das Gericht, die Anordnung aufzuheben, die Apple ursprünglich zwingen sollte, das iPhone eines getöteten Terroristen zu entsperren. Denn „die Regierung hat jetzt erfolgreich auf die gespeicherten Daten zugegriffen und benötigt daher Apples Unterstützung nicht länger“, heißt es in der knappen Eingabe.

Zuvor hatte das FBI schweres Geschütz gegen Apple aufgefahren: Die Firma habe Produkte nur aus Marketing-Gründen so gestaltet, dass die Regierung sie trotz eines Durchsuchungsbefehls nicht einsehen kann. Das ist nur eines der Argumente in einer mehr als 40-seitigen Replik auf Apples Weigerung, die gerichtliche Anordnung zu befolgen.

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