c't 1/2016
S. 148
Praxis
Webtypografie
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Schönschrift

Webtypografie mit HTML und CSS

Ein schön gestalteter Text ist eine Wohltat für die Augen und verbessert die Lesefreundlichkeit. Gerade bei langen Geschichten ist eine gute Typografie wichtig, damit die Lektüre am Bildschirm keine Qual wird. Bei der Textgestaltung im Web gibt es allerdings einige Einschränkungen – trotz Webfonts, moderner Browser und CSS3.

Obwohl Unmengen an Bildern, Videos und Katzen-GIFs das Internet fluten, bleibt es vor allem ein Textmedium. Selbst lange Geschichten schrecken Nutzer nicht ab: Sie lesen Artikel in „Longform“ mit Smartphone und Tablet bequem auf dem Sofa. Um die Lektüre möglichst angenehm zu gestalten, müssen Webdesigner etwas Arbeit in die typografische Gestaltung der Texte investieren – und nicht nur in ansprechende Layouts. Dabei geht es um mehr als nur das schöne Aussehen: Gut gesetzte Texte erleichtern das Lesen, weil das Auge Informationen schneller erfassen kann.

Lange Zeit hätten Webdesigner die typografischen Details im Web sträflich vernachlässigt, kritisiert Richard Rutter auf seiner Website „The Elements of Typographic Style Applied to the Web“ [1]. In der Vergangenheit ließ sich das noch auf die unzureichende Technik schieben, so Rutter. Im Vergleich zu Printmedien waren die Gestaltungsmöglichkeiten von HTML-Seiten nun mal sehr beschränkt. Inzwischen hat das Web aber aufgeholt: Moderne Browser rendern Texte besser und auf hochauflösenden Bildschirmen wirken Buchstaben wie auf Papier gedruckt. Zudem stehen auch im Web zahlreiche (Sonder-)Zeichen bereit, mit denen sich Texte typografisch aufwerten lassen. Es gibt somit keine Ausreden mehr für unleserliche Texte im Internet.

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