c't 1/2016
S. 17
News
Embedded

Digitale I/O-Pins fürs Netzwerk

Verlängerter Arm für Industriesteuerungen: Das E-DIO24 stellt 24 digitale Ein- und Ausgänge per Netzwerk zur Verfügung.

Einen ganzen PC dafür abstellen, ein paar Steuersignale zu geben oder den Zustand von Digitalausgängen abzufragen? Mit dem „Ethernet-based 24-Channel Digital I/O Device“, kurz E-DIO24, nicht nötig. Diese kleine Box macht 24 Digitale Ein- und Ausgänge übers Netzwerk zugänglich. Dazu besitzt sie einen 32-Bit-Mikrocontroller samt Ethernet-Port und 4 KByte lokalen Speicher. Die maximale Datenrate für Ein- und Ausgänge beträgt 5 kSamples/s. Für einen Eingang gibt es außerdem noch einen 32-Bit-Zähler, der Eingangssignale bis zu 10 MHz überwachen kann. Jeder einzelne Ausgang liefert 24 mA. Montieren kann man das E-DIO24 direkt auf eine Standard-Hutschiene, muss es dort aber noch mit 5 Volt versorgen. Eine Speisung per Power-over-Ethernet ist nicht vorgesehen.

Den im Vergleich zu Mini-Computern wie dem Raspberry Pi sehr hohen Preis von 289 US-Dollar rechtfertigt MC Measurement Computing mit der nahtlosen Integration in Software für Industriesteuerungen – etwa Labview. Darüber hinaus gibt es Bibliotheken für diverse Programmiersprachen vom PC bis zum Android-Smartphone. (bbe@ct.de)

Starterkit fürs Internet der Dinge

Imagination Technologies hat die Crowdfunding-Plattform Kickstarter als Werbeträger für ihr Creator Ci40 IoT Kit entdeckt. Ausgemachtes Ziel: den Einstieg ins Internet der Dinge zu erleichtern. Den Kern bildet das Creator Ci40 Development Board rund um den Mikrocontroller cXT200 mit zwei MIPS-Kernen (550 MHz), WLAN (IEEE 802.11ac), 6LoWPAN (IEEE 802.15.4), Fast Ethernet, USB 2.0 OTG sowie Bluetooth Classic und Smart. Es dient als Hub, um diverse Sensoren mit der Cloud zu verbinden. Als Betriebssystem kommen die Linux-Distribution Debian, das Routerprojekt OpenWRT oder Googles Brillo infrage. Auf den Sensoren läuft das FlowCloud IoT Framework von Imagination Technologies.

Der Creator Ci40 IoT Hub (rechts) soll Sensoren, die wiederum auf sogenannten Clicker-Boards (oben) sitzen, mit dem Internet der Dinge verbinden.

Erweitern kann man das Ci40 über eine Stiftleiste mit zum Raspberry Pi kompatibler Belegung sowie zwei MikroBUS-Steckplätzen. Darauf passen sogenannte Clicker Boards. Diese sind aber nicht nur als Nachrüstoption für den Hub, sondern auch als Basis für drahtlose Sensoren gedacht. So gehören zum Starterkit zwei Clicker mit 6LoWPAN und einem Batteriepack auf der Unterseite. Sie verfügen jeweils über einen eigenen Mikrocontroller PIC32MZ – ebenfalls mit MIPS-Kern. Auf die Oberseite der Clicker steckt man dann die „Click Sensors“. Mitgeliefert sind je ein Thermo- und ein Bewegungssensor sowie ein Relay-Board.

Dass die Kickstarter-Kampagne für Imagination Technologies nicht mehr als ein Werbegag ist, verraten die Zahlen: 20 000 britische Pfund als Finanzierungsziel könnte die Chipschmiede sicher auch aus der Portokasse nehmen. Zudem waren vom attraktivsten Angebot – dem kompletten Starterkit für 70 Pfund – gerade einmal 200 Stück ausgelobt. Sie sollen ab April ausgeliefert werden. (bbe@ct.de)

Industrie-SSD für hohe Temperaturen

Die 2,5-Zoll-SATA-SSD ISSS332 von Adata soll sich besonders für den Einsatz in rauen Umgebungen eignen: Sie ist für einen Temperaturbereich zwischen –40 und 90 °C ausgelegt. Es gibt zwei verschiedene Varianten: Schnelle SLC-Versionen sind mit Kapazitäten zwischen 8 und 256 GByte erhältlich, die erfahrungsgemäß günstigeren MLC-Versionen gibt es mit 16 GByte bis 1 TByte. Adata verspricht bis zu 560 MByte/s beim Lesen von Daten, beim Schreiben sind es maximal 450 MByte/s. Zu Preisen und Verfügbarkeit hat sich das Unternehmen noch nicht geäußert. (ll@ct.de)

Robuster Fahrzeug-PC

Von Kopf bis Fuß auf Auto eingestellt: Der Mini-PC IVS-200ULT2 braucht keinen Lüfter, kommt mit Versorgungsspannungen zwischen 9 und 36 Volt klar und übersteht Stöße von bis zu 5 g. Außerdem verkraftet er Temperaturen zwischen –20 und 60 °C.

Mobilprozessoren in robustem Gehäuse: Der IVS-200ULT2 soll in Fahrzeugen Dienst tun und dort beispielsweise Videos von Überwachungskameras aufzeichnen.

Der deutsche Distributor Compmall bietet den Fahrzeug-PC von IEI Electronics wahlweise mit Core i5-5350U oder Celeron 3755U an. Die Grundausstattung des IVS-200ULT2 kostet 1300 Euro. Beide Mobil-Prozessoren stammen aus Intels Broadwell-Familie und haben zwei Kerne. Ein 4-GByte-SODIMM ist vorinstalliert, ein zweites kann man nachrüsten. Vier LAN-Ports, je 2 × USB 2.0 und 3.0 sowie RS-232 hat der Mini-PC ab Werk. Displays schließt man per VGA oder HDMI an und für SSDs gibt es einen 2,5"-Schacht und einen mSATA-Slot. Letzterer nimmt alternativ auch eine PCIe MiniCard voller Baulänge auf. Das optionale WLAN-Modul kommt in den zweiten MiniCard-Slot, der nur halbe Baulänge hat. (bbe@ct.de)

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