c't 1/2016
S. 22
News
Augmented & Virtual Reality

Augmented-Reality-Firma Magic Leap sammelt 1,4 Milliarden US-Dollar

Das soll man mit Magic-Leap-Datenbrille sehen: perspektivisch korrekt in die Umgebung eingebaute Computergrafik.

Obwohl seine geheimnisvolle Datenbrille noch nie öffentlich gezeigt wurde, generiert das Augmented-Reality-Start-up Magic Leap viel Hype – auch bei Investoren: Im Dezember sind in einer dritten Finanzierungsrunde 827 Millionen US-Dollar zusammengekommen. Insgesamt wurde die Firma bislang mit 1,4 Milliarden finanziert, unter anderem durch Google, Qualcomm Ventures und Andreesen Horowitz. Google-Chef Sunday Pichai sitzt im Aufsichtsrat von Magic Leap.

Zwar existieren noch keine Details zur Hardware; ein paar Eckpunkte sind aber bereits bekannt: Es soll sich um ein Display handeln, das ein digitales Lichtfeld direkt auf die Netzhaut des Auges projiziert. Magic Leap arbeitet offenbar an einem Lichtfeld-Chip mit Silizium-Photonik – will also auf einem Chip optische Bauelemente mit herkömmlicher Logik kombinieren.

Wie Magic Leap funktioniert, zeigen zwei YouTube-Videos (siehe Link): Beim ersten wurden die Display-Einblendungen nachträglich reingerendert, das zweite soll aber ohne Nachbearbeitung durch die Magic-Leap-Brille aufgenommen worden sein. (jkj@ct.de)

Viel Kontrast für wenig Geld

Der GW2870H zeichnet sich dank VA-Panel durch einen hohen Kontrast und eine geringe Winkelabhängigkeit aus.

Mit der GW-Serie vertreibt BenQ günstige Monitore, die sich trotzdem durch eine gute Bildqualität auszeichnen sollen. Die Serie erweitert der Hersteller nun um vier Geräte. Allen gemeinsam: Sie haben ein VA-Panel mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Bildpunkte). Damit dürften sie in Sachen Winkelabhängigkeit besser abschneiden als günstige Monitore mit TN-Displays. Die nahezu aus jedem Einblickwinkel stabile Farbdarstellung guter IPS-Panels dürfte ihnen indes nicht gelingen.

Üblicherweise zeichnen sich VA-Monitore durch eine satte Schwarzdarstellung und damit einen sehr hohen Kontrast aus. Beim Top-Modell GW2870H mit einer Diagonalen von 28 Zoll (71 Zentimeter) verspricht BenQ einen statischen Kontrast von 3000:1 – andere Schirme erreichen das nur im dynamischen Modus, bei denen zwischen aufeinander folgenden Bildern die Intensität der Hintergrundbeleuchtung an den Bildinhalt angepasst wird. Die Modelle GW2470H (24", 61 Zentimeter) und GW2270H sowie GW2270H (jeweils 22", 56 Zentimeter) sollen ähnliche Werte erreichen.

Alle vier Displays lassen sich digital ansteuern. Der GW2270 hat dafür einen DVI-Eingang, die übrigen drei Modelle verfügen über je zwei HDMI-Buchsen. Alle vier Monitore sind ab sofort erhältlich. Den Einstieg macht der GW2270 mit 130 Euro; für zehn Euro Aufpreis gibt es eine Variante mit HDMI-Buchse. Der 24-Zöller kostet 170 und das 28"-Gerät 270 Euro.

Auf Extras wie Lautsprecher oder flexible Standfüße, auf denen sich die Displays drehen oder in der Höhe verstellen lassen, muss man allerdings verzichten. (spo@ct.de)

TV-Sender: App mit 360-Grad-Videos für Virtual Reality

Arte hat eine neue App veröffentlicht, die 360-Grad-Videos aus dem Programm des Fernsehsenders anzeigt. Neben Konzerten und Landschaften wird dort bald auch ein Flug in die Stratosphäre zu sehen sein, wie der Sender mitteilte. Das Videoangebot soll kontinuierlich ausgebaut werden.

Durch Drehen des Smartphones oder Tablets lässt sich durch die Szenen navigieren; die Steuerung mit dem Finger ist aber ebenfalls möglich. Anwender können die Videos wahlweise in der App herunterladen.

Ein spezieller „Virtual-Reality-Modus“ ist für den Einsatz von iPhones oder Android-Geräten in einer VR-Halterung à la Google Cardboard gedacht. Die kostenlose Arte360-App setzt mindestens iOS 8.0 oder Android 4.1 voraus. (lbe@ct.de)

Smartphone-freundlicher A3-Profidrucker

Der A3-Laser-Multifunktionsdrucker Bizhub C227 von Konica Minolta hat zwei NFC-Schnittstellen.

Abteilungsdrucker fürs Büro zeigen sich eher renitent, wenn man schnell ein Dokument vom Smartphone drucken will. Der A3-Multifunktions-Laserdrucker Konica Minolta Bizhub C227 wird über ein 17,8-cm-Touchscreen mit integriertem NFC-Tag bedient. Bei Kontakt mit einem Android-Smartphone verbindet sich dieses automatisch via WLAN mit dem Drucker, der darüber dann Druckaufträge entgegennimmt. Für iOS-Geräte lässt sich eine Bluetooth-Low-Energy-Schnittstelle nachrüsten. NFC (Near Field Communication) ist bei Arbeitsgruppen- und Abteilungsdruckern nicht selten, doch taugen die NFC-Schnittstellen sonst nur zum Erkennen von Smartcards zwecks Authentifizierung.

Der Bizhub C227 gehört unter den professionellen A3-Farblaser-Systemen noch zu den Einsteiger-Modellen. Mit 22 A4-Seiten oder 14 A3-Seiten pro Minute druckt er vergleichsweise langsam. Die erste Seite soll beim Kopieren allerdings schon nach acht Sekunden in der Ablage liegen. Er bedruckt Papierstärken zwischen 60 und 256 g/m2 und ist damit sehr flexibel. Die Papierausgabe für 250 Seiten lässt sich über einen Finisher auf 3300 Seiten erweitern.

Der Duplex-Einzugscanner digitalisiert 45 Bilder pro Minute und produziert auf Wunsch verschlüsselte oder durchsuchbare PDFs. Für Datensicherheit sorgen die AES-256-verschlüsselte interne 320-GByte-Festplatte, SSL-Verschlüsselung des Web-Frontends und Drucken über IPsec. Zum Authentifizieren per Smartcard beim sicheren Drucken besitzt der C227 eine weitere, vom Display-Tag getrennte NFC-Schnittstelle. Die Festplatte lässt sich durch Überschreiben sicher löschen. Der Bizhub C227 kostet rund 6000 Euro. (rop@ct.de)

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