c't 1/2016
S. 23
News
Audio/Video

DVR-Studio mit intelligentem Werbeschnitt

Schneidet Videos von digitalen Videorecordern – und automatisch die Werbung raus: DVR Studio HD4

TV-Video-Aufzeichnungen von verschiedenen Receivern, DVB-PC-Karten und AVCHD-Kameras zu schneiden – darauf hat sich DVR-Studio von Haenlein spezialisiert. Das Programm bearbeitet HDTV- und SD-DVB-Aufzeichnungen (Transportstream, M2TS) und bietet in der Version 4 unter anderem eine Funktion zum UPnP-Import sowie einen integrierten UPnP-Player zur Wiedergabe direkt über das Netzwerk. Die neue Werbungssuche soll dank einer Tiefenanalyse nahezu jede Werbeunterbrechung aufspüren; dabei orientiert sich die Software an den feinen technischen Unterschieden zwischen erwünschtem Programm und Werbeeinblendung. Die Suche nach Werbung und Fehlern in der Aufzeichnung läuft im Hintergrund. HD-Filme lassen sich nach automatischer Wandlung ins SD-Format als normale Video-DVD brennen. Zusammen mit dem 20 Euro teuren Zusatzmodul DVR-Recode HD4 bietet DVR-Studio HD4 auch einen SD-DVD-Export und kann SD- oder HD-Aufnahmen in verschiedenen Geräteformaten oder Auflösungen einschließlich H.264 oder MPEG-2 ausgeben.

DVR-Studio HD4 ist für 80 Euro bei Haenlein Software zu beziehen. Bei einem Update von Version 3 gewährt der Anbieter einen vom Alter des gekauften Programms abhängigen Rabatt. (uh@ct.de)

YouTube: Schluss mit Webcam-Capture

Bisher konnte man über das Flash-Plug-in „Webcam-Aufzeichnungen“ auf YouTube hochladen, also aus der an den Computer angeschlossenen Webcam auf das Video-Portal. Damit ist bald Schluss: Weil diese Funktion nur noch sehr selten genutzt würde und weil die zu Grunde liegende Technik nicht mehr länger unterstützt wird, endet dieses YouTube-Angebot am 16. Januar 2016.

Alternativ bleibt nur, das Video zunächst aufzunehmen und auf dem PC zu speichern, um es anschließend ins Web zu laden. Auf Windows-8-Rechnern komme dazu die integrierte Kamera-App in Betracht, für OS X empfiehlt YouTube das Programm Photo Booth. Videoclips von Mobilgeräten lassen sich hingegen über die YouTube-App hochladen. (vza@ct.de)

Chromecast: Multiroom und 50/60 Hz

Überträgt jetzt auch Audio-Daten mit 24 Bit/96 kHz an Geräte in verschiedenen Räumen: Chromecast Audio

Für den Audio-Streaming-Dongle Chromecast Audio stellt Google ein Software-Update bereit, das unter anderem die versprochene Mehrraumunterstützung nachliefert.

Der Ende Oktober vorgestellte Streaming-Diskus Chromecast Audio macht Musikanlagen oder Lautsprecher netzwerkfähig. Mehrere Chromecast-Audio-Geräte lassen sich jetzt in Gruppen sortieren, sodass Musik synchron in mehreren Räumen abgespielt werden kann. Das Software-Update ergänzt außerdem die Unterstützung für hochaufgelöste Audioformate mit Auflösungen von bis zu 24 Bit/96 kHz.

Auch für den Chromecast-Stick gibt es ein Update, das die lang vermisste Umschaltung der Bildwiederholfrequenzen zwischen 50 und 60 Hz bereitstellt. Das kostenlose Update lässt sich über die Geräteeinstellungen der Chromcast-App abrufen. (vza@ct.de)

Vier-Deck-Mixer für iPad-DJs

Algoriddim hat seine Desktop-Software djay Pro auf das iPad portiert. Gegenüber der kleineren Variante djay 2 erlaubt die Pro-Version das Mischen von vier Decks und die Einbindung von Videos. Der eingebaute Sampler kann live Samples und Loops extrahieren, inklusive Time-Stretching und Pitch-Shifting zur Anpassung von Tempo und Tonart. Dazu stehen 30 wilde Effekte von Sugar Bytes als separater In-App-Kauf bereit.

Besitzer des iPad Pro können zudem Videos in Full-HD mit der eingebauten iPad-Kamera aufnehmen und remixen, bei vorproduzierten Videos ist 4K-Auflösung möglich. Per iCloud lassen sich Abspiellisten und Track-Einstellungen mit der Mac-Version von djay Pro austauschen.

Außerdem hat djay Pro den Musikdienst Spotify integriert, sodass man aus dessen riesiger Online-Datenbank Songs direkt abspielen kann. Allerdings erlaubt die Spotify-Abo-Lizenz eine Nutzung der Musik nur im privaten Rahmen und keine öffentlichen Aufführungen. Im App Store ist djay Pro während der Einführungsphase für 20 Euro erhältlich, danach soll der Preis auf 30 Euro steigen. (hag@ct.de)

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