c't 10/2016
S. 144
Praxis
IPv6: DNS-Provisionierung

Namenstag im LAN

IPv6: LAN-Verwaltung mit DNS vereinfachen

Erfolgreiche Administratoren entwickeln für lästige Aufgaben geschickte Lösungen. Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit den sehr lang geratenen IPv6-Adressen. Der Kniff sieht so aus: Man lasse das DNS für sich arbeiten und gebe anstatt IPv6-Adressen sprechende Namen ein.

Netzwerkadministratoren sind die einzigen Internet-Nutzer, die tatsächlich noch IPv6-Adressen per Hand eingeben müssen – meistens nur zur Fehlersuche. Manche Admins sammeln die Adressen daher in Datenbanken oder einfachen Textdateien und bringen sie von dort per Copy und Paste in die Tools zur Fehlersuche, etwa ping6 oder traceroute. Aber wer schon solche Textdateien verwaltet, der sollte die Möglichkeiten auch ausschöpfen und die Informationen gleich in DNS-Zonen ablegen. Das sind letztlich auch nur Datenbanken in Form von Textdateien, aber mit dem wichtigen Unterschied, dass ein DNS-Server sprechende Namen automatisch zu IP-Adressen auflöst und diese an Tools wie ping6 weitergibt.

Weitsichtige Pflege

Die automatische Namensauflösung per Domain Name System reduziert Eingabefehler und vereinfacht alle Verwaltungsaufgaben. Man profitiert auch langfristig davon – beispielsweise bei einem Provider-Wechsel, bei dem Server-Umzüge grundsätzlich mit IP-Adresswechseln verbunden sind. Der Aufbau der DNS-Infrastruktur erweist sich daher selbst beim Umgang mit den 32 Bit langen IPv4-Adressen als nützlich – und erst recht bei den 128-bittigen IPv6-Adressen.

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