c't 10/2016
S. 64
Test
Spiele für DirectX 12

Auf die 12

Das bringt DirectX 12 in ersten Spielen

Ashes of the Singularity, Hitman und Rise of the Tomb Raider sind die ersten Spiele, die mit DirectX 12 auf gleicher Hardware spürbar schneller laufen sollen als mit DirectX 11. Wir haben nachgemessen.

Spiele machen nur dann Spaß, wenn sie flüssig laufen und schick aussehen. Dafür braucht man starke PC-Hardware, vor allem eine flinke 3D-Grafikkarte ab rund 200 Euro und einen Vierkernprozessor. Doch die Hardware entscheidet nicht allein über die Performance, wichtig ist außer dem Grafiktreiber auch die 3D-Schnittstelle (API). Sie ist das Bindeglied zwischen der Hardware, dem Treiber und dem 3D-Spiel. Die für Spieler wichtigste Schnittstelle ist DirectX beziehungsweise dessen 3D-Bestandteil Direct3D, der in der aktuellen Version 12 exklusiv unter Windows 10 funktioniert. Spiele sollen damit auf gleicher Hardware spürbar schneller laufen als mit DirectX 11. Entwickler können Code hardwarenäher schreiben (Low-Level-Ansatz), dadurch Mehrkern-Prozessoren und Grafikkarten stärker auslasten und deren Speicherbereiche flexibler verwalten. Kein Wunder, dass viele Gamer zum Marktstart von Windows 10 im Juli 2015 sofort auf das neue Betriebssystem wechselten.

Zwar waren schon damals viele Grafikkarten von AMD und Nvidia zu DirectX 12 kompatibel, doch auch Monate später gab es abgesehen von Technikdemos keine Spiele. Mittlerweile hat sich das geändert: Anfang Januar erschien das Ballerspiel Gears of War Ultimate Edition, im März das Schleichspiel Hitman und Anfang April das Echtzeitstrategiespiel Ashes of the Singularity sowie das Action-Adventure Quantum Break. Der Abenteuer-Hit Rise of the Tomb Raider erhielt ein Update, das einen DirectX-12-Renderpfad und die verbesserte Umgebungsverschattung VXAO integrierte.

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