c't 10/2016
S. 28
News
Server & Storage

Object Storage mit 4,7 PByte pro Rack

Das Object-Storage-System HGST Active Archive speichert bis zu 4,7 PByte pro Rack.

Die WD-Tochterfirma HGST verkauft außer Festplatten auch komplette Storage-Systeme. Das Active Archive System ist ein Object Storage, das in der kleinsten Ausbaustufe einen Einschub mit 84 Festplatten mit jeweils 8 TByte enthält. Daraus ergeben sich 672 TByte Rohkapazität, von denen netto 425 TByte nutzbar sind. Die nicht näher beschriebene Storage-Software soll dabei für eine Datenverfügbarkeit von „15 Neunen“ sorgen, also 99,9… Prozent mit dreizehn Neunen nach dem Komma.

Im Rack sind außer den Festplatten-Chassis mehrere Server eingebaut, die einerseits die Daten verwalten und andererseits den externen Zugriff über bis zu sechs 10-GBit-Ethernet-Ports mit insgesamt bis zu 3,5 GByte/s abwickeln. Die Software-Schnittstelle ist kompatibel zu Amazon S3 (RESTful API). Mit weiteren Servern lässt sich auch NAS- oder NFS-Zugriff auf die Daten einrichten.

Mit maximal sechs weiteren Festplatten-Chassis sind bis zu 4,7 PByte pro Rack (knapp 3 PByte netto) möglich. Außerdem lassen sich mehrere Racks kombinieren. HGST stellt zahlreiche Dokumente mit Empfehlungen für Anwendungsszenarien bereit, darunter den Einsatz als Archiv oder Backup-System. Preise nennt HGST auf Anfrage. (ciw@ct.de)

SSD mit 750 GByte Kapazität

Die SATA-SSD MX300 von Crucial erscheint zunächst in einer Version mit 750 GByte Speicherkapazität.

Die Micron-Tochter Crucial bringt die neue SSD-Serie MX300 mit SATA-Interface heraus. Sie wird zunächst mit einer Kapazität von 750 GByte erscheinen, weitere Modelle mit bis zu 2 TByte sollen im Lauf des Jahres folgen. Die etwas ungewöhnliche Speichergröße erklärte Crucial mit neuen Prozessen in der Herstellung; ein zusätzliches Overprovisioning sei nun nicht mehr notwendig.

Erstmals nutzt Crucial 3D-NAND in 3D-Bauweise, als Controller kommt der Marvell 88SS1074 zum Einsatz. Im Lauf der fünfjährigen Garantie darf die SSD mit insgesamt 220 TByte beschrieben werden, das entspricht einer Datenmenge von 120 GByte pro Tag. Die SSD unterstützt AES-Verschlüsselung und IEEE 1667/TCG Opal 2.0, kann also unter Windows 8.1/10 Pro als eDrive eingesetzt werden. Die MX300 mit 750 GByte soll für 200 US-Dollar auf den Markt kommen, der Preis in Deutschland wird nach Crucial-Angaben etwa 210 Euro betragen. (ll@ct.de)

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