c't 10/2016
S. 37
News
Audio/Video

YouTube mit 360°-Livestreaming und Raumklang

Die Orah 4i von VideoStitch ist eine der ersten Kameras für das 360°-Livestreaming von YouTube.

Nach 360°-Videos aus der Konserve liefert Googles Videoportal Rundumvideos nun auch live aus. Um die Zuschauer noch stärker in das Geschehen hineinzuziehen, unterstützt YouTube dabei zusätzlich Raumklang (Spatial Audio).

Zum Auftakt hatte YouTube Ende April Auftritte verschiedener Künstler auf dem Musik- und Kunst-Festival Coachella live in 360° gestreamt. Mit einem in eine Papp-VR-Halterung wie Google Cardboard eingespannten Smartphone kam dabei ein recht überzeugendes Mittendrin-Gefühl auf, zumal Schallquellen bei Kopfbewegungen dank Headtracking an der richtigen Position im Raum bleiben.

Für das 360°-Livestreaming arbeitet Google unter anderem mit VideoStitch zusammen. Deren Kamera Orah 4i zeichnet mit vier Linsen eine 360°×360°-Kugel auf. Das Material wird in Echtzeit von zwei (aus Action-Cams bekannten) Ambarella-Videoprozessoren verarbeitet und mit maximal 4K bei 30 Hz gestreamt. Den Sound schneiden vier Mikrofone im Ambisonic-B-Format mit. YouTube Spaces (unter anderem in Berlin) sollen in Kürze mit solchen Kameras für 360°-Livestreaming ausgerüstet werden.

Spatial Audio bleibt aber nicht nur Livestreams vorbehalten, sondern kann auch bei normalen 360°-Videos genutzt werden. Unter dem c’t-Link finden Sie eine Playlist mit ersten Beispielen, die man am besten mit einer VR-Halterung fürs Smartphone und Kopfhörern anschaut. (vza@ct.de)

Synthesizer-Editor für Moog Sub-37

Mit dem Editor-Plug-in lässt sich der Moog Sub 37 wesentlich leichter über eine DAW steuern. Die Software bringt zudem viele neue Patches mit.

Moog hat einen Editor für seinen populären Analog-Synthesizer Sub 37 veröffentlicht. Das Plug-in bildet sämtliche Drehknöpfe ab, die in Echtzeit entweder auf Drehungen am Hardware-Synthesizer oder auf die Mausbedienung reagieren. Dadurch wird die Automation des paraphonen Synthies in einer Digital-Audio-Workstation deutlich vereinfacht.

Die Sequencer-Ansicht erleichtert darüber hinaus die Programmierung. Zudem bietet der Editor direkten Zugriff auf Parameter, die am Gerät selbst in Untermenüs versteckt sind. Die dazu nötigen MIDI-Daten werden per USB in beide Richtungen übertragen. Das analoge Audio-Signal des Sub 37 muss man über ein Audio-Interface einspeisen und etwaig auftretende Latenzen manuell ausgleichen.

Mit Hilfe des Editors lassen sich auch Patches organisieren, die sich zwischen dem Synthesizer und PC austauschen, editieren und speichern lassen. Als Appetitanreger bringt der Editor über hundert neuer Patches mit, unter anderem von Trash Audio mit Alessandro Cortini (Nine Inch Nails).

Die Editor-Software ist samt des nötigen Firmware-Updates auf Version 1.20 nach einer Nutzer-Registrierung als kostenloser Download von Moog erhältlich. Unterstützt werden Windows und OS X in den Formaten AU, VST, RTAS und AAX. (hag@ct.de)

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