c't 11/2016
S. 18
News
Hardware

Core i-6000 mit Iris-Pro-Grafik für Desktop-Rechner

Acht Monate nach dem Verkaufsstart der Skylake-Prozessoren hat Intel die ersten Varianten mit leistungsfähiger GPU Iris Pro 580 und Embedded DRAM für Desktop-PCs vorgestellt. Die CPUs Core i7-6785R, Core i5-6685R und Core i5-6585R passen aber nicht auf Mainboards mit der Fassung LGA1151, sondern sind für Hersteller gedacht, die diese in All-in-One- und Mini-PCs einlöten.

Bei Skylake bindet das eDRAM zwischen System Agent und Speicher-Controller (MC) an und agiert als DRAM-Puffer.

Die integrierte Grafikeinheit Iris Pro 580 ist die größte Ausbaustufe (GT4e) der sechsten Core-i-Generation mit 72 Shadern und 128 MByte Embedded DRAM (eDRAM). Letzteres können die vier CPU-Kerne der Prozessoren auch als Level-4-Cache nutzen. Im Unterschied zu den Vorgängern ist es nicht mehr über den L3-Cache angebunden, sondern hängt zwischen dem System Agent und dem Speicher-Controller. Damit arbeitet das eDRAM nun als Puffer für den Arbeitsspeicher, sodass die Kommunikation mit PCIe-Geräten und dem Chipsatz ohne den Umweg über den L3-Cache läuft.

Tabelle
Tabelle: Skylake-Prozessoren mit Iris-Pro-Grafik

Die Taktfrequenzen der vier CPU-Kerne liegen beim Core i7-6785R, Core i5-6685R und Core i5-6585R etwas niedriger als bei Chips mit der einfacheren HD-Grafik, um das thermische Budget von 65 Watt nicht zu sprengen. (chh@ct.de)

GeForce GTX 1080 und GTX 1070

Die ersten Gaming-Grafikkarten von Nvidia mit Pascal-Architektur sollen genug Leistung für anspruchsvolle Anwendungen wie 3D-Spiele in 4K-Auflösung oder Virtual Reality mitbringen. Auf der GeForce GTX 1080 sitzt ein GP104-Grafikchip mit 2560 Shader-Kernen (1607 MHz, Turbo: 1733 MHz), an dem über 256 Datenleitungen 8 GByte Speicher anknüpfen. Statt High Bandwidth Memory 2 (HBM 2) wie bei der im April vorgestellten High-Performance-Computing-Karte Tesla P100 kommt auf der Gaming-Karte GDDR5X-RAM (5508 MHz) zum Einsatz.

Die 3D-Performance der rund 650 Euro teuren GeForce GTX 1080 liegt laut Nvidia ungefähr 15 bis 20 Prozent oberhalb des bisherigen Top-Modells GeForce Titan X. Dabei sei sie unter anderem dank 16-nm-Fertigungsprozess mit 180 Watt Leistungsaufnahme um 70 Watt sparsamer. Die GeForce GTX 1080 soll zusammen mit einer übertaktungsfreundlichen „Founders Edition“ (ca. 750 Euro) ab 27. Mai erhältlich sein. Zur rund 400 Euro teuren GeForce GTX 1070 hat Nvidia lediglich bekannt gegeben, dass diese ebenfalls mit 8 GByte GDDR5X-Speicher ausgestattet sei. (chh@ct.de)

Mini-Barebones mit Thunderbolt 3

Die kompakten Rechner der Serie Brix von Gigabyte nehmen mit 12 cm × 12 cm Grundfläche wenig Platz in Anspruch und sind mit Mobilprozessoren der sechsten Core-i-Generation mit zwei Kernen ausgestattet. Im Brix GB-BSi5T-6200 und GB-BSi5HT-6200 arbeitet ein Core i5-6200U (2,3 GHz, Turbo: 2,8 GHz), im GB-BSi7T-6500 und GB-BSi7HT-6500 ein Core i7-6500U (2,5 GHz, Turbo: 3,1 GHz). Die Modelle mit „H“ in der Bezeichnung nehmen zusätzlich zu zwei SO-DIMMs und einer M.2-SSD ein 2,5"-Laufwerk auf.

Trotz kompakter Abmessungen bieten die Brix-Rechner zahlreiche Anschlüsse wie 4 × USB 3.0 sowie eine Typ-C-Buchse für Thunderbolt 3 und USB 3.1.

4K-Monitore mit 60 Hz Wiederholrate lassen sich per HDMI 2.0 und MiniDisplayPort 1.2 anschließen. Zudem stattet Gigabyte die Mini-Rechner mit einer Typ-C-Buchse für Thunderbolt 3 aus. Sie eignet sich nicht nur für den Anschluss einer Kette aus bis zu sechs Thunderbolt-Geräten, sondern auch für USB-3.1-Hardware, und gibt 4K-Material an einen DisplayPort-Monitor aus. Ohne Arbeitsspeicher, Speichermedium und Betriebssystem kosten die Brix-Barebones mit Core i5 450 Euro und mit Core i7 550 Euro. (chh@ct.de)

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