c't 12/2016
S. 182
Buchkritik
Hatespeech

Am Totenbett der Privatsphäre?

Alles schon dagewesen: Verstohlene Blicke und Flüstern im Kollegenkreis, nachdem man provokante Überspitzungen auf Facebook geäußert hat. Besuch von Einbrechern nach einem Posting von Urlaubsbildern. Abgelehnte Bewerbungen nach Social-Media-Recherche durch einen potenziellen Arbeitgeber. Je mehr man öffentlich preisgibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit unangenehmer Konsequenzen irgendwelcher Art.

Allerlei Fragen rund um Privatheit und Datensensibilität bei Social Media behandelt der Informatikstudent Manuel Ziegler aus Anwendersicht. Er klopft Plattformen auf Sicherheits- und Transparenzaspekte ab: Der Weg beginnt bei Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn und Whatsapp; er führt weiter zu jüngeren Entwicklungen wie Snapchat, das auf vergängliche Kommunikation setzt. Ebenso sind Single-Börsen und Flirt-Apps Gegenstand der Betrachtung. Leider beschreibt Ziegler einige Dienste allzu eingehend; die Darstellung anderer wirkt lückenhaft und nicht gut recherchiert.

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