c't 12/2016
S. 72
Praxis
Desinfec’t 2016
Aufmacherbild

Mit Desinfec’t jagen

Schädlinge aufspüren und erlegen

Ein Virenscan mit Desinfec’t setzt kaum Fachwissen voraus und gelingt mit wenigen Klicks. Auch die Reinigung ist kein unüberwindbares Problem. Zudem kann man einiges über Schädlinge in Erfahrung bringen, was bei Erpressungs-Trojanern entscheidend sein kann.

Um Computer-Einsteigern und -Experten gleichermaßen gerecht zu werden, bietet Desinfec’t zwei Scan-Modi an: Der Easy-Scan richtet sich an Benutzer mit grundsätzlichen Computer-Kenntnissen. Hier startet die Viren-Untersuchung ohne Umschweife, nachdem man den Modus aus dem Start-Menü auswählt: Alles Weitere geschieht automatisch. Wer Einfluss auf den Scan-Vorgang behalten will, wählt hingegen den Standard-Modus. Hier kann man unter anderem festlegen, wie viele Viren-Scanner an den Start gehen sollen.

Nach dem Start des Easy-Scan begibt sich der Scanner von Avira sofort auf die Jagd. Dabei zeigt Desinfec’t 2016 die verbleibende Scan-Dauer an.

Bei Desinfec’t 2016 sind Viren-Jäger von Avira, ClamAV, Eset und Kaspersky an Bord. Wenn man alle nacheinander auf die Jagd schickt, kann das durchaus mehr als einen halben Tag fressen. Für den ersten Überblick genügt es in der Regel, zunächst nur einen Viren-Jäger von der Leine zu lassen.

Die Scanner durchkämmen die inaktive Windows-Installation auf Trojaner, Viren und Würmer. So macht Desinfec’t etwa Banking- und Erpressungs-Trojanern den Garaus. Scanner erkennen sie unter anderem an Signatur-Scans und an heuristischen Analysen verdächtiger Dateien, die sie auf Verdachtsmomente abklopfen. Im Unterschied zu üblichen Windows-Virenscannern enthält Desinfec’t keinen Wächter – er wäre auch wenig sinnvoll, da das Zielsystem während des Scans nicht läuft.

Kommentieren