c't 12/2016
S. 30
News
Android auf der Google I/O

N wie „Not Yet“

Google I/O: Android wird schneller, produktiver und sicherer

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz etliche Neuerungen für Android angekündigt: schnellere Updates, mehr Sicherheit und ein neues Grafik-API. Zukünftig lassen sich Apps sogar nutzen, ohne sie zu installieren.

Vulkan soll vor allem die Geschwindigkeit von Spielen und anderen Grafik-Apps verbessern. Bild: Google

Trotz aller Zukunftstechnologien war der Star auf Googles Entwicklerkonferenz wieder Android. Pünktlich stellte Google die dritte Vorabversion des kommenden Android mit dem Codenamen N vor, die dabei vom Preview- zum Beta-Status wechselt.

Im dritten Quartal soll die finale Version erscheinen. Zu Beginn der Google I/O drehte es sich um die unwichtige aber trotzdem oft gestellte Frage nach deren Name. Ihr wurde mit Antworten wie „Not Yet“ oder „N stands for Ndroid“ mitunter scherzhaft ausgewichen, bis Dave Burke, Vice President Engineering, schließlich mitteilte, dass Nutzer auf der Android-Webseite eigene Namensvorschläge einreichen können. Eine Entscheidung falle dann später.

Handfester sind die Neuerungen unter der Haube: Hier will Google vor allem die Performance angekurbelt haben. Das 3D-Grafik-API Vulkan soll Entwicklern besseren Zugriff auf GPUs der Hardware ermöglichen, die dadurch Spiele deutlich beschleunigen können. Google verspricht einen Zuwachs von 30 bis 60 Prozent. Im Alltag wird Android N von einem neuen Just-in-time-Compiler (JIT) profitieren. Er soll die Installation von Apps um 75 Prozent beschleunigen und nebenbei den Binärcode installierter Apps um 50 Prozent verringern.

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