c't 12/2016
S. 21
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Hardware

GeForce GTX 1080 rasend schnell

Die GeForce GTX 1080 erreicht im 3DMark Firestrike fast 17 000 Punkte – mehr schafft keine Single-GPU-Grafikkarte.

Die ersten Nvidia-Grafikkarten mit Pascal-Grafikchips sollen ab 27. Mai (GeForce GTX 1080) beziehungsweise 10. Juni (GeForce GTX 1070) erhältlich sein. Nvidia verkauft das als Founders Edition bezeichnete Referenzexemplar der GeForce GTX 1080 auch über die eigene Webseite für 789 Euro. Den hohen Preis rechtfertigt Nvidia mit der hohen Performance der GeForce GTX 1080, die nach ersten Benchmarks tatsächlich die schnellste Single-GPU-Grafikkarte ist.

Ihr GP104-Grafikchip enthält weniger Shader-Rechenkerne als der Vorgänger GTX 980 Ti (2560 statt 2816), presst aus denen aber durch die neue Pascal-Architektur, schnelleren GDDR5X-Speicher und wesentlich höheren Takt (1733 vs. 1075 MHz) mehr 3D-Performance heraus. Im 3DMark Firestrike erreicht die GeForce GTX 1080 (8 GByte GDDR5X) beeindruckende 16 881 Punkte, die GTX 980 Ti kommt auf 12 891 Punkte (6 GByte GDDR5), AMDs schnellste Radeon R9 Fury X (4 GByte HBM1) auf 11 639 Punkte. In Spielen schrumpft der Abstand meist etwas zusammen. Einen ausführlichen Test der GeForce GTX 1080 inklusive Messungen zur Leistungsaufnahme und Geräuschentwicklung finden Sie in der kommenden c’t 13/16.

Die GeForce GTX 1070 wird Nvidia für ungefähr 500 Euro verkaufen. Sie hat weniger Shader-Rechenkerne (1920), die langsamer laufen (1683 MHz) und nur auf langsameren GDDR5- statt GDDR5X-Speicher zugreifen. Im Vergleich zur GeForce GTX 1080 erreicht sie 6,64 statt 8,87 TFlops – fürs Gaming in Full HD und WQHD reicht das allemal, bei 4K muss man bei manchen Spielen schon ein paar Details runterstellen. Auch die GeForce GTX 1070 hat 8 GByte Speicher – sofern Nvidia hier nicht wieder wie bei der GTX 970 trickst, ist das mehr als ausreichend. (mfi@ct.de)

LGA2011-v3-Mainboard mit USB-Typ-C-Frontanschluss

Das MSI X99A Gaming Pro Carbon bringt nicht nur viele Schnittstellen mit, sondern spielt auch Smartphone-gesteuert eine Licht-Show mit 17 Effekten ab.

Das Mainboard MSI X99A Gaming Pro Carbon eignet sich für die in Kürze erwarteten Broadwell-E-Prozessoren und ist laut Hersteller eines der ersten mit einer USB-Frontbuchse vom Typ C. Diese sitzt neben den SATA-6G-Ports und dem üblichen 19-poligen Pfostenstecker für USB-3.0-Frontanschlüsse. Darüber, wie man die Strecke zwischen der Typ-C-Buchse auf dem Mainboard und der Gehäuseaußenseite überbrückt, macht MSI jedoch keine Aussage.

Zur weiteren Ausstattung des Boards zählen je eine M.2- und U.2-Schnittstelle mit vier PCIe-3.0-Lanes für schnelle SSDs sowie 10 × SATA 6G, 8 × DDR4 sowie vier PEG-Slots. Als Besonderheit ist das 359 Euro teure X99A Gaming Pro Carbon mit zahlreichen RGB-LEDs gespickt, deren Farben sich per Smartphone-App verändern lassen. (chh@ct.de)

Micro-SD-Karte mit 256 GByte Kapazität

Samsung bringt auf einer fingernagelgroßen Fläche 256 GByte Speicherkapazität unter.

Im Wettstreit um die „größte“ Micro-SD-Speicherkarte zieht Samsung mit der microSD EVO Plus an den Herstellern SanDisk und Lexar vorbei, denn sie fasst 256 GByte Daten. Bisher betrug die maximale Kapazität der 15 mm × 11 mm kleinen Kärtchen 200 GByte.

Beim Lesen mit einem UHS-I-tauglichen (USB-3.0-)Kartenleser soll die microSD EVO Plus bis zu 95 MByte/s erreichen; beim Schreiben hält sie die Anforderungen von U3 und Class 10 ein, schafft also kontinuierlich mindestens 30 MByte/s, was für komprimierte 4K-Videos reicht. Mit 256 GByte kostet sie 250 Euro und damit deutlich mehr als 200-GByte-Kärtchen (rund 80 Euro). Die microSD EVO Plus ist laut Samsung wasserdicht nach IPX7 und hält Temperaturen von –25 bis +85 Grad Celsius aus. Samsung gewährt 10 Jahre Garantie. (chh@ct.de)

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