c't 12/2016
S. 56
Test
Festplatten
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Leicht aufgerüstet

Helium-gefüllte Festplatten mit 8 und 10 TByte

Das Edelgas Helium hat sich als ein Hilfsmittel zur Erhöhung der Festplattenkapazitäten etabliert. Nach HGST haben nun auch Seagate und WD Helium-Festplatten mit hoher Kapazität im Programm.

Für den Start eines Desktop-Betriebssystems will man auf eine SSD nicht mehr verzichten, aber für die Ablage großer Datenmengen kommen durchweg noch Festplatten zum Einsatz. Eine SSD kostet locker das Zehnfache einer Festplatte mit gleicher Kapazität, und die hohe SSD-Geschwindigkeit ist für viele Anwendungen gar nicht notwendig.

Um die Festplattenkapazitäten weiter voranzutreiben, sind aber neue Ideen notwendig; mehr als 8 TByte sind mit konventioneller Technik nicht drin. Die WD-Tochter HGST hatte als erster Hersteller vor zwei Jahren eine 6-TByte-Festplatte auf den Markt gebracht, die statt Luft eine Helium-Füllung enthielt – und nach diesem Prinzip arbeitet auch die 10-TByte-Platte Ultrastar He10. Auch WD nutzt nun die Helium-Technik der eigenen Tochterfirma und bringt eine 8-TByte-Platte aus der NAS-Serie Red. Seagate hatte seine Helium-Pläne lange geheimgehalten, nun aber kommt mit der Enterprise Capacity 3,5 HDD v6 gleich ein 10-TByte-Laufwerk auf den Markt.

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Ergänzungen & Berichtigungen

Leicht aufgerüstet, Helium-gefüllte Festplatten mit 8 und 10 TByte, c't 12/16, S.**56

Anders als im Artikel dargestellt kann das Helium durchaus aus dem Gehäuse diffundieren. Entscheidend ist nicht der Gesamtdruck-Unterschied, sondern der Partialdruck-Unterschied der verschiedenen Gase. Nach Angaben von HGST hat sich die Abdichtung jedoch als langzeittauglich erwiesen. Die Flugeigenschaften der Magnetköpfe würden zudem via SMART überwacht, sodass Änderungen im Gasdruck auffallen würden.