c't 13/2016
S. 178
Praxis
Gesangsaufnahmen mischen
Aufmacherbild

Die Kunst der geraden Töne

Gesang für Musik-Tracks abmischen

Trotz aller Software-Instrumente kommen selbst Computermusiker nicht um die Aufnahme und Abmischung einer Gesangsstimme herum. Mit ein paar Tricks lassen sich auch schwächere Stimmchen im Mix richtig nach vorne bringen.

Vergleicht man einen Profimix mit einer Amateuraufnahme, dann unterscheiden sich diese meist in der Abmischung des Gesangs. Er steht in vielen Musikstücken im Mittelpunkt, Fehler fallen hier sofort auf. In [1] haben wir Tipps zur Vorbereitung des Raumes, der Auswahl der Mikrofone (siehe Tabelle unter dem c’t-Link am Ende) und zur Aufnahme gegeben. Wenn Sie diese beherzigen, erleichtert das die Nachbearbeitung ungemein.

Da nur wenige Sänger alle Strophen eines Stückes in einem Rutsch perfekt singen, nimmt man am besten gleich mehrere Takes hintereinander auf. Acht Durchgänge sind bei Profis keine Seltenheit. So kann man nicht nur die besten Teile jeder Passage heraussuchen und zusammenflicken, sondern hat auch noch weitere Spuren für eventuelle Doppelungen (Verdrei- oder Vervierfachungen) des Gesangs, um ihn – speziell in Chorus-Passagen – fetter klingen zu lassen.

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