c't 13/2016
S. 90
Praxis
Sicher löschen
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Wirklich alles weg!

Festplatten, SSDs und Smartphones sicher löschen

Wer gebrauchte Hardware verkauft, gibt unter Umständen versehentlich auch persönliche Informationen weiter. Das muss nicht sein: Wir zeigen, wie Sie verschiedene Datenträger sicher von Datenresten befreien.

Windows und auch andere Betriebssysteme schützen die Anwender recht gut vor Datenverlust: Löscht man eine Datei oder verschiebt sie in den Papierkorb, ist sie noch lange nicht weg, denn aus dem Papierkorb lässt sie sich einfach wiederherstellen. Leert man den Papierkorb oder löscht die Datei unter Umgehung dieses Mechanismus, kommt man zwar nicht mehr so einfach wieder dran, aber wirklich weg sind die Informationen noch lange nicht: Windows merkt sich lediglich nicht mehr, wo die Daten gespeichert sind. Auf dem Datenträger bleiben sie jedoch noch vorhanden und lassen sich mit einfachen Rettungs-Tools wiederherstellen.

Diese Mechanismen haben schon so manchen schlimmen Datenverlust verhindert, Diplomarbeiten und unersetzliche Familienfots gerettet – aber bevor man einen Datenträger aus der Hand gibt, sollte er wirklich gelöscht sein. Die Wege zum sicheren Löschen unterscheiden sich dabei, je nachdem, ob es sich um eine Festplatte, eine SSD, einen USB-Stick oder gar einen Abteilungsdrucker handelt.

Rechtssicher schreddern oder …

In puncto Datenschutz stellt der Gesetzgeber an Unternehmen wesentlich höhere Anforderungen als an Privatleute. Unternehmen können gebrauchte Datenträger nicht einfach wegschmeißen, sie müssen für jede einzelne Festplatte dokumentieren, wie sie gelöscht wurde. Das gilt insbesonders für Berufsgeheimnisträger, also etwa Ärzte, Anwälte oder Steuerberater. Ihnen drohen im Extremfall sogar Freiheitsstrafen, wenn sie Dritten unbefugt fremde Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse offenbaren [1].

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In wenigen Sekunden vernichtet ein Degausser Terabyte-weise Daten auf Festplatten.