c't 13/2016
S. 134
Praxis
Server-Apps: Gitlab
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Mein Github

Github unter eigener Kontrolle: Gitlab

Die einfachste Methode, eigene Projekte für andere zugänglich bereitzustellen, ist Githubs Web-Angebot. Die kostenlose Variante hat jedoch den Haken, dass der Nutzer seine Projekte vollständig für jedermann zugänglich machen muss. Gitlab ist eine Alternative für alle, die das vermeiden oder ihre Repositories sogar selbst hosten wollen.

Gitlab lässt sich wie Github auch online, also als Hosting-Dienstleistung, kostenlos nutzen. Doch davon soll hier nicht weiter die Rede sein, sondern von der Möglichkeit, mit der Community-Ausgabe solche Funktionen in Eigenregie zu betreiben: Versionsverwaltung auf Git-Basis, Wiki, Bugtracker, Snippets und Automatisierungsfunktionen für Builds und Code-Reviews klingt nach einem interessanten Angebot und womöglich schon nach zu viel für den 0815-Einsatz. Doch das macht nichts. Niemand muss alles nutzen.

Wer Git zur Versionierung seiner Arbeit oder zur Kooperation verwendet, wünscht sich schnell die Möglichkeit, die verwalteten Daten und die Änderungen bequem einzusehen, etwa im Browser, und, sobald er teilt, anderen einfach Zugriff zu gestatten. Dafür gibt es zwar Ansätze wie Gitolite oder Gitweb, doch die erfordern viel Kommandozeilenbastelei und lassen gegenüber Github viele Wünsche offen. Gitlab hingegen ahmt vieles von Github nach. Es erlaubt etwa bequemes Anlegen neuer Repositories, Hinzufügen von Benutzern und Erteilen von Zugriffsrechten etwa auch per SSH-Key.

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