c't 14/2016
S. 62
Test
Tower-Server
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Abteilungshelfer

Tower-Server HPE ProLiant ML10 Gen9 für kleine Netze

Server-Hardware gibt es günstig, weil die Marktelefanten HPE, Dell und Lenovo einander mit Kampfpreisen unterbieten. Der ProLiant ML10 zeigt, was man für 600 Euro erwarten kann.

Bei Servern für kleine Arbeitsgruppen und Netze geht es nicht um hohe Rechenleistung oder Riesen-RAM. Für typische Aufgaben solcher Server reicht die Performance eines aktuellen Desktop-PC-Prozessors locker und auch die bis zu 64 GByte Speicher, die er ansteuern kann. In Kleinfirmen laufen auf solchen Servern oft kommerzielle Anwendungspakete für Buchhaltung, Personal- und Lagerverwaltung, Vertrieb, Projektplanung oder auch Kassensysteme. Als Betriebssystem ist häufig Windows Server gefragt. Auf dieses Nutzungsprofil zielen günstige Tower-Server wie der HPE ProLiant ML10 Gen9. Dessen Innenleben ist technisch eng mit aktuellen Core-i-PCs verwandt. In der billigsten Version steckt der Doppelkern-Prozessor Pentium G4400, in unserem etwa 600 Euro teuren Testgerät der Quad-Core Xeon E3-1225 v5. Der DDR4-Speicher ist dabei per ECC vor den häufigsten Bitfehlern geschützt.

Im sparsamen ProLiant ML10 Gen9 steckt zwar ECC-RAM, aber bloß eine Desktop-Festplatte.

Der Zusatz „v5“ in der Typenbezeichnung des Xeon E3-1225 v5 verweist auf Intels Skylake-Mikroarchitektur, die „5“ in 1225 auf eine integrierte GPU. Die ist hier nötig, weil das Mainboard des ProLiant ML10 keinen Grafik- oder Fernwartungschip besitzt. Abgespeckte Fernsteuerung – etwa Ein- und Ausschalten – ist trotzdem möglich, nämlich mit Intels Active Management Technology (AMT). Diese läuft jedoch zusammen mit den Nutzdaten über den einzigen Netzwerkport.

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