c't 14/2016
S. 68
Test
60-GHz-Richtfunk
Aufmacherbild

Gigabits ohne Kabel

Richtfunk-Bridge IgniteNet MetroLinq PTP60-35

Lizenzfreier Richtfunk bei 60 GHz verbindet Netzwerke über hunderte Meter per Funk mit Gigabit-Geschwindigkeit. Dank Wigig-Technik wird das jetzt erschwinglich.

Seit Kurzem gibt es für das 60-GHz-Band, in dem man mit 2 GHz breiten Kanälen rasant datenfunken kann, Bridges, die mit WLAN-Technik arbeiten (IEEE 802.11ad, Wigig). Das 60-GHz-Band ist für solche Anwendungen allgemein freigegeben, weil es wegen der Absorption durch Luftsauerstoff eine Dämpfungsspitze von rund 15 dB/km hat. Richtfunk klappt damit nur über vergleichsweise kurze Distanzen von wenigen Kilometern. Kommt Regen zur normalen Luftfeuchte hinzu, steigt die Dämpfung weiter.

Die IgniteNet-Bridges benötigen laut Datenblatt für ihre höchste Linkrate (MCS9, 2,5 GBit/s) ein Empfangssignal von mindestens –67 dBm (RSSI). Sie senden mit 11,5 dBm (14 Milliwatt) in ihre stark bündelnde Antenne (42 dBi Gewinn), sodass die effektive isotrope Strahlungsleistung (EIRP) mit 53,5 dBm knapp unter der erlaubten Grenze von 55 dBm liegt (SSB FE-OE 034, siehe c’t-Link).

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